BOCKHORN In jeder Hinsicht vielseitig zeigte sich das Marinemusikkorps Nordsee am Donnerstagabend in der St.-Cosmas-und-Domian-Kirche in Bockhorn. Nicht weniger als sechs verschiedene Ensembles wurden aus dem Musikkorps „rekrutiert". Der Ausdruck ist angemessen, denn aus dem Programm erfuhr man statt der Vornamen der Künstler den militärisch korrekt abgekürzten Dienstgrad. Doch wer jetzt Marschmusik erwartete, irrte sich. Stattdessen wurde ein breit gefächertes Repertoire aus mehreren Jahrhunderten geboten.

Angefangen mit barocken Stücken von Georg Friedrich .Händel und Johann Sebastian Bach arbeiteten sich die verschiedenen Ensembles bis in die (fast) zeitgenössische Musik von Astor Piazolla und George Gershwin vor. Das Holzbläserquartett beeindruckte mit „Fiddler on the Roof", ein Broadway-Stück, besser bekannt als Anatevka. Das Blechbläserquartett interpretierte einen „Jazz-Walzer" von Dmitri Schostakovich, ein russischer Komponist, der den offiziellen Auftrag erhalten hatte, für einen sowjetischen Beitrag zur Jazzgeschichte zu sorgen.

Posaunen und Trompeten suchte man vergebens, das Blechbläserquartett, das die Kirche mit angenehmen dunklen Klang vollends ausfüllte, bestand aus je zweimal Tuba und Euphonium. Das Holzbläserquartett setzte sich zusammen aus zwei Klarinetten, die auch als Duo auftraten, sowie Querflöte und Fagott. Das Quintett wurde noch durch eine Oboe bereichert, sowie durch das Waldhorn. Hornist OBtsm. Weimann gab auch ein Solo mit Klavierbegleitung.

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Eine völlig andere Besetzung sah man beim Stück „Fuga y misterioso" von Astor Piazolla. Der südamerikanische Komponist hatte versucht, den Tango von der Tanzmusik zur ernsthaften Musik weiterzuentwickeln. Neben Klavier, Flöte und Vibraphon spielt das Bandoneon, eine Sonderform des Akkordeons, die Hauptrolle.

StBtsm. Felix Hecker, der neben seinem Fagottspiel den Abend sehr informativ moderierte, kam zu dem Schluss, „es müsste für jeden Geschmack etwas dabei gewesen sein." Christian Fuchs, Präsident des Lions-Club Zetel-Friesische Wehde, und Pastor Harro Kawaletz dankten den Musikern für den Benefiz-Auftritt. Die Hälfte des Erlöses geht an ein internationales Blindenprojekt, die andere Hälfte ist für den Glockenturm der St.-Cosmas-und-Domian-Kirche vorgesehen. Der Turm ist dringend renovierungsbedürftig, das Geläut musste wegen des schlechten Zustandes schon eingestellt werden.

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