Dangast Still liegt der Jadebusen da, als am Dienstagabend im Weltnaturerbeportal Dangast die Ausstellung „Weihnachtsflut 1717“ eröffnet wird. Sie zeigt, wie das Meer dort vor 300 Jahren gewütet hat: Mit einer großen Sturmflut brach eine Katastrophe über die gesamte Nordseeküste von den Niederlanden bis nach Dänemark herein. Begünstigt durch mangelhafte Küstensicherung richtete die Flut massive Zerstörungen an: 4083 Menschen wurden allein im Oldenburger Land getötet.

Ausstellung und Gottesdienst zur Weihnachtsflut

Die Ausstellung „300 Jahre Weihnachtsflut“ im Weltnaturerbeportal in Dangast ist bis 14. Januar täglich von 8 bis 22 Uhr zu sehen.

Ein Gedenkgottesdienst zur Weihnachtsflut 1717 findet statt am ersten Weihnachtstag, 25. Dezember, um 17.17 Uhr im Weltnaturerbeportal in Dangast. Zum Gedenken wird die Sturmflutglocke im Friesendom von Eckard Grenzer läuten.

Um an den 300. Jahrestag der Weihnachtsflut zu erinnern, veranstaltet die Akademie Dangast in Kooperation mit der Oldenburgischen Landschaft eine Wanderausstellung, die bis Mai 2018 im Oldenburger Land und in Ostfriesland zu sehen sein wird. Kuratiert haben die Wanderausstellung Klaas-Heinrich Peters, Michael Recke und Michael Remmers.

Pfarrer i.R. Frank Klimmeck von der Akademie Dangast, Dr. Michael Brandt von der Oldenburgischen Landschaft, Michael Remmers und Kreispfarrer Christian Scheuer erinnerten an die Flut, bevor Hans-Heinrich Schrievers, stellvertretender Verbandsvorsteher des III. Oldenburgischen Deichbandes, seine ganz persönlichen Erlebnisse mit der Sturmflut Weihnachten 1954 schilderte. „5,50 Meter hoch war der Deich damals, 8,20 Meter heute“, sagte er. „Sturmfluten sind Mahnungen, die wir ernst nehmen müssen“, sagte er, „die Küstenschutzaufgabe wird nie enden“.

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Bedrückt wurde die Stimmung, als Michael Clemens Passagen aus der Chronik seines Vorfahren Johann Friderich Jansen aus Neuende vortrug. Der Pastor hat die Weihnachtsflut überlebt und schilderte seine Erlebnisse und die Folgen der Flut für die Bevölkerung.

Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
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