Dangast „Das ist hier ganz anders, man ist viel näher dran“, strahlt Karin Sakalas und stellt sich auf zum Foto mit Frederik Rabe von den Giant Rooks, einer schwer angesagten deutschen Indie-Pop-Band aus Hamm. Nach ihrem Konzert am Freitag mischten sich die Musiker unters Publikum. Genauso wie viele der anderen Künstler.

Da spaziert Bloggerin Ronja von Rönne durch die Menge, Lars Eidinger macht begeistert Fotos vom Auftritt von Max Herre und Tobias Jundt (Bonaparte) ist bei Dendemann völlig aus dem Häuschen. Es sind auch diese Momente, wenn sich bekannte Künstlerinnen und Künstler in die Menge mischen, die das Dangaster Festival so besonders machen.

Bemerkenswert, dass dies in der Regel ohne große Fan-Aufläufe passiert. Das eine oder andere Selfie wird angefragt, mancher Besucher schnackt kurz mit den Künstlern, aber es bleibt familiär, ohne viel Bohei. Sicher auch ein Grund, warum viele der Musiker oder Autoren nicht sofort wieder abreisen, sondern Wind, Wetter, Musik und Leute genießen. Wie Heinz Strunk, der lange nach seinem Auftritt am Deich stand und die besondere Atmosphäre des Festivals genoss.

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„Ich bin das Watt-en- Schlick-Maskottchen“, sagte Strunk, der auch schon mit seiner Band Fraktus beim Watt-en-Schlick aufgetreten ist. Diesmal las der Schriftsteller, Musiker und Schauspieler im proppevollen Zelt aus seinem Buch „Teemännchen“ und bewies wieder einmal, dass er verdichtend fabulieren kann bis zur Schmerzgrenze.

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Mit seiner Bühnenperformance begeisterte anschließend auf der großen Bühne auch Tobias Jundt (Bonaparte) und forderte das Publikum zu einer Wette heraus: „Wenn die Hälfte des Publikums nach dem Set ins Watt geht, werde ich bis zu meinem Lebensende beim Watt-en-Schlick auftreten“, sagte er.

Während das Publikum kniff, wagten sich am Sonntagmorgen mutige Frauen und Männer beim Schlickrutschen ins Watt. Es gab eine kleine Sensation: Rekordmeister Daniel Tapken wurde gleich in der Vorrunde bezwungen und damit entthront. Der Angreifer: Christian Koop (28), gebürtiger Vareler. Doch damit nicht genug, „Äktschen Christian“, wie er sich nannte, setzte sich im Finale glatt noch gegen vier Kontrahenten durch, obwohl die Strecke im Vergleich zur Vorrunde von 150 auf knapp 200 Meter verlängert wurde. „Ich dachte, ich fliege schon in der Vorrunde aus“, sagte er nach dem Rennen. Doch im Gegenteil, jetzt muss und will er im kommenden Jahr den Titel verteidigen.

Während Koop schon seit Jahren am Schlickrutschen teilnimmt, ist die neue Deutsche Meisterin eine absolute Newcomerin. Eva „Üffes“ Sievers (22) aus Oldenburg steuerte den Schlickschlitten zum ersten Mal durch das Watt. Im Finale setzte sie sich, ohne vorher geübt zu haben, gegen drei Kontrahentinnen durch.

Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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