Dangast Auf Hauswänden gaukelt er dem Betrachter eine dritte Dimension vor, wo keine ist: Staunend stehend die Menschen vor den Freiluft-Werken des Bremer Künstlers Jimmi D. Paesler. An diesem Sonntag, 29. Oktober, ist er zu Gast in Dangast. Im Rahmen der Ausstellung „Die Palette des Malers“ findet im Franz-Radziwill-Haus an der Sielstraße 3 ein Künstlergespräch statt. Die Moderation übernimmt Konstanze Radziwill. Beginn ist um 11.30 Uhr. Der Eintritt kostet 10 Euro (mit Kurkarte 9 Euro, für Schüler und Studenten 8 Euro).

Jimmi D. Paesler malt gegenständlich, doch mit Realismus hat das nichts zu tun, heißt es in der Ankündigung für die Veranstaltung. Seine Bildwelten sind hintergründig, humoristisch, grotesk – auch surreal gehört zu den Adjektiven, mit denen sich seine Kunst beschreiben lässt. Paesler spielt gerne, besonders mit unserem Sehvermögen. Er ist ein Augentäuscher und Illusionist.

Großartig sind die bewegten Szenen, in denen uns scheinbar Gegenstände entgegenpoltern. Er lässt uns mit dem Blick in Bildräume klettern, die wie ausgemalte Schuhkartons anmuten. Angesichts seiner Wandmalereien auf Mauern und Fassaden ist eine gewisse motivische Verwandtschaft zu den Gemälden des Dangaster Künstlers Franz Radziwill (1895 – 1983) nicht zu übersehen. Steine brechen weg und geben den Blick auf das Dahinter frei.

Der 75-Jährige lebt und arbeitet in Bremen. Er stammt aus Klosterheide/Mark Brandenburg, studierte ab 1962 Malerei an der Bremer Kunstschule, erhielt 1967 den zweiten Kunstpreis „Junger Westen“ Recklinghausen und 1973 den „Wilhelm Morgner Preis“ der Stadt Soest. Es folgten Wandbilder und Lehraufträge. Seit 2001 widmet Jimmi D. Paesler sich der Kulturarbeit in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Oslebshausen in Bremen.

Im Gespräch mit Konstanze Radziwill spricht Paesler über seine Malerei, neue Arbeiten, das Segeln und seine Leidenschaft für Seemannsgarn, aus dem er seine Bildwelten zusammenstrickt.


Öffnungszeiten des Künstlerhauses unter   www.radziwill.de 
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