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Dangast Dangast kommt ins südkoreanische Fernsehen: Ein Kamera-Team des südkoreanischen Staatsfernsehens KBS hat mehrere Orte an der niedersächsischen Küste besucht, um eine Dokumentation über das Wattenmeer und den Umgang damit in Deutschland zu drehen.

Auf der Erde gibt es überall Küstenbereiche mit Wattflächen, die regelmäßig trockenfallen – auch in Südkorea. Dort ist – anders als in Deutschland – das Wattenmeer aber nicht sehr streng geschützt. Beispielsweise wurde 2006 im Saemangeum-Wattenmeer im Gelben Meer an der Westküste Südkoreas ein riesiger Damm zur Landgewinnung gebaut. Ein großer Teil des 400 Quadratkilometer großen Wattenmeeres wurde so zerstört. Der Bau des Damms war hochumstritten. Das Wattenmeer an Südkoreas Westküste ist eines der größten der Welt.

Das größte zusammenhängende Wattenmeer liegt aber in Deutschland. Diese Besonderheit wurde vor zehn Jahren als Unesco-Weltnaturerbe ausgezeichnet.

Das war aber nur ein Grund für die Gäste vom Gelben Meer, Dangast zu besuchen. Ziel des Fernseh-Teams war es laut Lars Klein, dem Leiter des Nationalpark-Hauses in Dangast, neben den naturräumlichen Besonderheiten auch die Vermittlungsstrategien der Informations- und Bildungszentren einzufangen, also die Arbeit der Nationalpark-Häuser – und dafür diente Dangast als Beispiel. Auch die Nachnutzung der alten Volksschule in Dangast als Nationalpark-Haus war für das TV-Team wichtig.

Ausgestrahlt werden soll die abendfüllende Dokumentation im November im südkoreanischen Fernsehen. KBS ist als Staatssender in etwa vergleichbar mit ARD und ZDF und hat auch eine internationale Abteilung, die weltweit empfangbar ist.

Dass Delegationen aus Südkorea nach Norddeutschland kommen, um sich das Wattenmeer anzusehen, ist laut Lars Klein nicht ungewöhnlich. Vornehmlich sind es Wissenschaftler. Ihnen gehe es vor allem um die Schutzmaßnahmen, die man in Deutschland zum Schutz des Wattenmeeres aufgestellt hat, um sie auf das südkoreanische Wattenmeer zu übertragen.

Hierzulande gebe es ein flächendeckendes Nationalpark- und Schutzgebietssystem mit einem gut ausgebildeten Informations- und Bildungsnetzwerk rund um das Wattenmeer. Davon wollen sich die Südkoreaner offenbar etwas abgucken.

Auch wenn die Wattenmeere in der Nordsee und dem Gelben Meer rund 8500 Kilometer auseinander liegen, ist das gemeinsame Interesse am Schutz der beiden Wattenmeere für Lars Klein „Eine schöne Verbindung zweier Naturräume an zwei fast genau entgegengesetzten Bereichen des Globus’“.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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