SCHOOST Männer in Frauenkleidern und aufgeplüscht im rosa Röckchen, Eifersuchts-Attacken mit der Mistforke, eine angebliche Leiche in der Jauchegrube, jede Menge Kuckuckskinder, amouröses Durcheinander und Verwandtschaftsverhältnisse, die komplizierter sind als das Firmengeflecht von Investmentbanken: Die Komödie „Wenn der Hahn kräht auf dem Mist“ der Theatergruppe Schoost ist der Brüller der Saison.

Mit tosendem Applaus und vor Lachen wundgeriebenen Augen und rotgehauenen Schenkeln hat das Premierenpublikum die Aufführung der Theatertruppe gefeiert, die unter der Regie von Cordula Staack zur Höchstleistung auflief. In der zum urigen Zimmertheater umgebauten Waldschänke Schoost drängten sich die Premierengäste bis an die Tür – darunter auch die Theaterfreunde aus Glane bei Osnabrück, die das Stück vor kurzem ebenfalls auf dem Spielplan hatten.

„Wenn der Hahn kräht auf dem Mist“ ist auf dem Mist von Erich Koch gewachsen. Der turbulente Dreiakter beginnt wie so viele Bauernkomödien: Mit Weh und Ach, Verwechlungen und Missverständnissen. In diesem Fall erwischt es Bauer Hans (Frank Bretting), der Haus und Hof beim Kartenspiel an Bauer Onken (Marcus Körtge) verloren hat. Um die Spielschuld nicht einlösen zu müssen, muss er von der Bildfläche verschwinden – dafür sorgen Bäuerin Beate (Cordula Staack), Magd Hanna (Andrea Wolken) und der Knecht Max (Horst Villmow) auf unsanfte Weise. Doch dann taucht ein Notar auf (Reiner Altemöller) und überbringt die Nachricht, dass der Bauer eine stattliche Erbschaft antreten soll. So muss der Knecht in die Rolle des Bauern schlüpfen und erfährt, dass der angeblich Verblichene einen unehelichen Sohn hat: und zwar eine Tunte in Tüll, wie man sie klischeehafter kaum überzeichnen kann.

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Von nun an wird es richtig turbulent und entwickelt sich der Schwank in eine Mischung aus den Komödienklassikern „Charleys Tante“ und „Ein Käfig voller Narren“. Denn auf einmal tauchen immer mehr Männer in Frauenkleidern auf oder huschen nur im Stringtanga über die Bühne. Sogar der totgeglaubte Bauer entsteigt der Jauchegrube und greift als seine eigene Tante in das Durcheinander ein. . .

Wo das alles endet und warum Hannas Hormonhaushalt jedesmal verrückt spielt, wenn der Hahn kräht („Braucht die Erotik einen Puscher, lass’ Dich ein mit Hanna Huscher“), können Theaterfreunde bei fünf weiteren Aufführungen in der Waldschänke Schoost erleben: Die nächste Vorstellung gibt es am Mittwoch, 1. April, um 20 Uhr. Außerdem kräht der Hahn am 3., 4. und 8. April ab 20 Uhr. Zu einer Nachmittagsvorstellung öffnet sich der Vorhang am Sonntag, 5. April um 16 Uhr.

Mehr Bilder im Internet unter www.NWZonline.de/

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Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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