VAREL Wer wäre nicht gern Flugkapitän, oder zumindest dessen Ehefrau, wäre nicht gerne Fernsehstar – doch mit den handelnden Personen in „Rismus Rasmus oder de Bandschieven-Vörfall“ mag das Publikum in der neuen Komödie der Niederdeutschen Bühne Varel nicht so recht tauschen. Dafür geht es zu turbulent zu.

Mitten im Rendevous mit Sabine (Hilke Zahn) ereilt TV-Moderator Peter Rabe (Hans Jürgens) das Ungemach. Er hat einen akuten Bandscheibenvorfall, steckt in der Badewanne fest. Da ausgerechnet muss der Ehemann (Günter Brüntje) von Sabine unverhofft nach Hause kommen. Doch der wollte die eigene Wohnung einem Arbeitskollegen und dessen Geliebten (Imke Schuer) für ein Stündchen hinterlassen. Ehefrau Sabine versucht ein ganzes Arsenal an Verschleierungstaktik, um ihrem Ehemann den Nebenbuhler im Bad zu verheimlichen. Das geht auch gut, weil immer neue Akteure – der Arzt (Erwin Heidemann), die Managerin (Angelica Sandelmann) und der Klavierstimmer (Werner Klawon) – auf- und abtreten und unwissentlich an den Ablenkungsmanövern teilhaben.

Rainer Behrends (Regieassistenz: Silke Frerichs) hat für die Bühne eine flotte Farce inszeniert, die unterhaltsam und witzig ist. Flott muss sie auch sein, denn über die Handlung selbst darf man nicht ins Grübeln kommen. Aber davor steht ja Klavierstimmer Pfeifer (Werner Klawon), der geradezu eine Paraderolle hat. Obwohl er eigentlich arbeiten soll, hat er Smacht und mampft nacheinander ein Ei, eine Gurke, ein Käsebrot und Wurzeln – mit wirrem Haar und dicker Brille, immer im falschen Moment antwortend, hat eine Art Nebenhandlung auf seinem Klavierhocker. Präzise und komisch wie immer Günter Brüntje, der es besser hat als Hans Jürgens: der muss die ganze Handlung in der Wanne verbringen, unterbrochen nur durch eine Arztbehandlung. Bestens in Szene gesetzt durch das Bühnenbild (Egon Loop), das das Badezimmer parallel zur übrigen Wohnung transparent macht. Eine Extra-Erwähnung für Hilke Zahn: Sie besetzt die Rolle der Intrigantin wider Willen ideal und spielt mit dem nötigen Tempo.

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Szenenapplaus für Werner Klawon, langer Applaus für alle Akteure. Zu Recht.

Helfer vor und hinter den Kulissen

Termine: Weitere Aufführungstermine sind am Dienstag, 2. Februar, Freitag, 5. Februar, Sonntag, 7. Februar, Freitag, 12. Februar, Sonntag, 14. Februar, Dienstag, 16. Februar, Freitag, 19. Februar, Sonntag, 21. Februar, jeweils um 20 Uhr im „Tivoli“, Windallee 21, Eine Nachmittagsvorstellung gibt es am Sonntag, 31. Januar, 15.30 Uhr. Karten unter Tel. 04451/6222 (Buch und Papier Müller).

Ensemble:Hilke Zahn, Hans Jürgens, Günter Brüntje, Werner Klawon, Angelica Sandelmann, Erwin Heidemann und Imke Schuer.

Hinter den Kulissen: Elfriede Liere, Marlies Renz, Jörg Hinrichs, Egon Loop, Dirk Brumund, Andreas Frerichs, Harald Kaminski, Jan Fels, Eckhard Müller-Wehlau, Jens-Uwe Meyer, Andreas Bruns, Markus vor dem Berge, Hans-Walter Frels, Hugo Engberts, Meike Löffel, Kerstin Kaminski, Helga von Eßen, Vera Schwärmer, Nicole Beyer, Friedrike Theilen.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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