JEVERLAND „Das schöne Wetter haben wir aus Bassum nach Jever mitgebracht.“ Für Ursula Staudemaier und ihren Mann Bernd ist dieses Wochenende in Jever perfekt – und das nicht nur wegen des Wetters. Mit fünf weiteren befreundeten Ehepaaren sind sie in die Marienstadt gekommen, um Jever am „Tag des offenen Denkmals“ kennen zu lernen. Nach einer Führung durch das Schloss sind sie gleich weitergezogen ins Marienbräu, um sich Jevers kleinste Brauerei mit dem wohl schönsten Biergarten der Stadt genauer anzusehen.

Dabei erfahren sie auch viel über die Geschichte des denkmalgeschützten Hauses. Hier könnte durchaus Fräulein Maria ein- und ausgegangen sein. Der Kern des Hauses ist schon im 16. Jahrhundert von Familie Münchhausen erbaut worden. Von 1798 bis 1953 war im Haus eine traditionsreiche Apotheke untergebracht.

Eigene Brauerei

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Seit 2009 ist das Haus nach einer ganzen Reihe von Besitzerwechseln komplett renoviert und als „Marienbräu“ wieder eröffnet worden. Vier verschiedene Biersorten werden inzwischen in der hauseigenen Brauerei hergestellt.

Wie jedes Jahr konnten am Sonntag zum Denkmalstag Museen, Kirchen, Mühlen und andere historische Bauwerke im Jeverland besichtigt werden.

So herrschte auch im Bethaus der Baptistengemeinde in Jever munteres Kommen und Gehen. Pastor Gregor Helms informierte die Besucher über die Geschichte der Gemeinde. Sie sei die viertälteste evangelische Freikirche in Deutschland. Schon Johann Gerhard Oncken, der aus Varel stammte und als Begründer der Baptisten in Deutschland gilt, hat hier gepredigt.

Etwa 80 Mitglieder und noch einmal etwa 50 Freunde umfasst die Gemeinde und dafür ist das Gotteshaus längst zu klein geworden. So trägt sich die Gemeinde mit dem Gedanken, ihr Gotteshaus zu vergrößern.

Auffälligster Unterschied zur evangelischen Kirche ist bei den Baptisten die Erwachsenentaufe. In der Kirche haben sie ein großes Taufbecken, in dem der Täufling komplett untergetaucht wird. Im Sommer finden manchmal auch Taufen im Freibad in Schortens statt. Baptisten entscheiden sich als Erwachsene bewusst für die Taufe.

Alltag früher und heute

„Ich finde es sehr spannend, wie die Leute früher ihren Alltag bewältigt haben, wie sie gelebt und gearbeitet haben“, sagte Brunhilde Amann, die am Denkmalstag mit ihrem Mann Klaus das Museum im Landrichterhaus besuchte (ovales Bild). Das Paar aus Stuttgart, das kürzlich seinen Zweitwohnsitz in Grafschaft bezogen hat, interessierte sich vor allem für die Sonderausstellung „Stroh zu Gold – Vom Flachs zum Leinen“.

Schon als Kind habe sie Geschichtsbücher verschlungen, erzählte Brunhilde Amann. So war es auch nicht verwunderlich, dass das Paar sich mehr für die Ausstellung interessierte als für das eigens zum Tag des offenen Denkmals auf die Beine gestellte Märchenquiz.

Viel Besuch und damit gut zu tun hatten auch die freiwilligen Müller in der Oberahmer Peldemühle. Mit dabei war auch Kai Kasper, Nachwuchs in der Müllergeneration. Der 27-jährige Systemadministrator absolviert derzeit einen Müller-Kursus und übte sich am Sonntag schon einmal im Umgang mit dem Publikum.

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