Bohlenbergerfeld Wilde Schießereien, Prügeleien im Saloon und Duelle um „High Noon“ – so kennt man das Leben im Wilden Westen hauptsächlich aus dem Fernsehen. Wer einmal einen Blick in eine möglichst authentische Westernstadt werfen möchte, der muss nicht extra über den Atlantik reisen, sondern kann am kommenden Samstag, 29. Juli, einfach nach Bohlenbergerfeld fahren.

Die Westernstadt Cheyenne an der Kielstraat lädt nämlich ab 11 Uhr zum Tag der offenen Tür ein. Es gibt diverse Stuntvorführungen, Ponyreiten und auch Westernspiele. Fürs Essen ist auch gesorgt. Gerechnet wird mit bis zu 2000 Besuchern in der kleinen Westernstadt.

In Cheyenne verbringen die rund 60 Vereinsmitglieder ihre Freizeit so, wie die nordamerikanischen Pioniere von 1830 bis 1875 gelebt haben. Strom gibt es nicht, Handys sind Tabu und im Essen finden sich reichlich Bohnen und Speck.

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Das Programm am Samstag

Um 11 Uhr wird die Westernstadt zum Tag der offenen Tür eröffnet.

Einen Tumult im Saloon stellen die Vereinsmitglieder um 12.30 und 14.30 Uhr dar.

Einen Banküberfall gibt es um 13.30 und 15.30 Uhr am Marktplatz zu sehen.

Indianer kommen um 14 Uhr in die Stadt.

Kanonen werden um 16.30 Uhr abgefeuert.

Duelle gibt es zu jeder halben Stunde im Trapperlager.

Warum tut man sich das an? „Unser Leben ist dermaßen reglementiert, überall gibt es Vorschriften. Hier haben wir zwar auch ein paar Regeln, aber eigentlich kann hier jeder machen was er will“, erklärt Horst Honermann, Vorsitzender der Western-Fans. Es habe eben auch ein bisschen mit Freiheit zu tun – die hatten sich die Siedler in Amerika ja auch in dem neuen Land erhofft.

Eine andere Sache, die die Bewohner der Westernstadt schätzen: Alles, was einen außerhalb Cheyennes ausmacht, gibt man am Eingang ab. „Es ist vollkommen egal, ob jemand arbeitslos oder Bankdirektor ist. Hier ist der Zusammenhalt wichtig“, sagt Horst Honermann.

Selbst die Namen legen manche ab und werden in Cheyenne nur mit Spitznamen angesprochen. Horst Honermann heißt mit Hut und Revolver einfach „Chickenman“. Sein Vereinskollege Harm Hinrichs wird „Doc Bonebreaker“ genannt – weil er außerhalb Cheyennes Chiropraktiker ist.

Zur Zeit wird in Cheyenne noch alles für den Tag der offenen Tür vorbereitet. So eine kleine Westernstadt mit eigener Kirche, Gefängnis und Bank will schließlich gepflegt werden. Wenn dort nicht gearbeitet wird, machen es sich die Mitglieder am Lagerfeuer oder im Saloon gemütlich. Dort gibt es auch ein paar Instrumente und wer kann, der spielt. „Wenn er schlecht spielt, wird er erschossen“, sagt Horst Honermann. Der Westen in Bohlenbergerfeld ist halt ziemlich wild.


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Christopher Hanraets Redakteur / Redaktion Varel
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