Friesische Wehde /Dangast „Kinder helfen, ohne lange nachzudenken, eher instinktiv“, sagt Gerrit Alberding aus Bockhorn. Der Musiker wünscht sich, mehr Erwachsene würden einfach helfen, wenn es darauf ankommt, wenn Menschen Hilfe brauchen. Um Hilfe geht es in seinem Musikvideo, das er jetzt am Dangaster Strand gedreht hat. Kinder helfen darin einem Flüchtling.

Grundschulkinder aus Horsten und der Zeteler Vic Augustin, der von der karibischen Insel St. Lucia stammt, sind dabei. „Vic hat vom ersten Moment an die Herzen der Kinder gewonnen“, hat Gerrit Alberding festgestellt.

Gerrit Alberding ist nicht nur Musiker, er hat auch mehrere Jahre ein Asylheim in Oldenburg geleitet, von 1985 bis 1989. Jeder Mensch hat Themen, die ihn ein Leben lang beschäftigen – bei Gerrit Alberding gehört dazu die Flüchtlingsthematik. „Als ich durch die Medien erfuhr, dass momentan über 50 Millionen Flüchtlinge ihre Länder verlassen, entschloss ich mich spontan, einen Song darüber zu schreiben“, sagt Alberding. Es geht ihm vor allem um die „Boatpeople“ – Menschen, die sich in großer Zahl in winzige Boote quetschen.

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Nachdem die Komposition Anfang des Jahres fertig war, hat Alberding das Lied mit befreundeten Musikern im Studio aufgenommen – darunter Anja Meiert, Ede Schicke und Jose Fernandez.

Dann fehlte noch das Video. „Schnell entstand der Gedanke, möglichst viele Menschen von der Idee zu begeistern und in das Projekt mit einzubeziehen“, sagt der Musiker aus Bockhorn. Am besten sollten es Kinder sein, die mitmachen. „Kinder gehen unbedarft an die Sache heran, sie sind authentisch und verleihen einer Sache Nachdruck, und damit berühren sie unsere Herzen“, sagt er.

Alberding wandte sich an den Schulleiter der Grundschule Horsten, Christian Ecker, und an die Klassenlehrerinnen Ulrike Theilen-Gruwe und Carina Janssen, die spontan Unterstützung zusagten.  Die Dreharbeiten fanden in Berlin, Hamburg, und Horumersiel statt den Abschluss bildeten die Dreharbeiten in Dangast.

Zur Flüchtlingsthematik erklärt Alberding seinen Standpunkt: „Mir ist klar, dass wir in Europa nicht alle Flüchtlinge aufnehmen können, doch für die meisten geht es um das tägliche, nackte Überleben, und es sind genug Mittel vorhanden, um in deren Ländern vernünftige Projekte und Lebensbedingungen entstehen zu lassen.“

Das Video wird ab Freitag, 25. Juli, im Internet zu sehen sein: auf der Video-Plattform YouTube auf dem Kanal von Gerrit Alberding, Titel: „WSDW – Wir sind die Welt“.

Video

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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