Bockhorn Die vermutlich erste Aufführung eines Schattentheaters in Bockhorn wurde Mittwochabend in der Bücherei der Gemeinde präsentiert. Es trat auf Anna-Maria Schlemmer alias Anna Fabuli aus Hamburg mit ihrem mobilen Theater. Bühnenbilder und Figuren sind kunstvoll aus schwarzem Karton in Scherenschnitt-Technik gearbeitet.

Die Künstlerin will „zauberhafte Märchenwelten“ mit diesen Figuren schaffen, in denen kecke Geschichten verwoben sind. Und so war es denn auch. In der ersten Folge ging es um eine Reise an die Ostsee, eingebunden waren Gedichte von Christian Morgenstern: „Ich bin ein einsamer Schaukelstuhl und ich wackle im Winde.“ Oder: „Es lebte in einer Muschel ein Wurm, der hat mir mit Geflunkel sein Herz offenbart.“

„Ein Rabe sitzt auf einem Stein und ruft KM drei-ein. Zwei Hasen bringen ihn zum Kräuterdoktor, sein Gehirn war schon ganz aufgeweicht.“ Die Ostsee erinnerte Anna Fabuli an die „komponierten Bilder Caspar David Friedrichs“. Zwei Tannenwurzeln unterhalten sich im Wald – die eine sagte knick, die andere knack – das reicht für einen ganzen Tag.

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Am Boden dann im Nebel tanzen drei Hasen, einer ist Löwe, einer Möwe, einer ein Reh. Sie drehen sich mit silbernen Füssen im Mondschein – man muss nur zu sehen wissen.

Von der Ostsee zurück in der großen Stadt: „Da wohnen merkwürdige Leute, zum Beispiel Blutwurst und Leberwurst (frei nach einem Märchen der Gebrüder Grimm). Die Blutwurst lädt die Leberwurst zum Essen ein, schnell merkt sie, es ist eine Mörderhöhle, denn die Leberwurst soll selbst das Festessen sein.

Organisiert hatte den Abend Petra Juilfs, Kulturbeauftragte der Gemeinde Bockhorn, gemeinsam mit Brigitte Aden, Leiterin der Bücherei, unterstützt von Gisela Schweers. Gezeigt wurde auch eine feine Ausstellung mit Scherenschnittbildern von Gunthild Zimmermann und Ingrid Dierks. Diese Bilder mit Motiven aus der Friesischen Wehde sind ab März im „Vereenshus“ in Neuenburg zu sehen.

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