Dangast Drei Urlauber auf Muschelsuche haben am Sonntag im Watt vor Dangast eine blaue Kinderskulptur gefunden. Sie lag auf Höhe des DLRG-Rettungsturms etwa 800 Meter vom Ufer entfernt im Schlick. Wie die etwa 70 Zentimeter hohe und 20 Kilo schwere Statue dort hingekommen war, ist derzeit noch ein Rätsel.

Aber der Reihe nach. Michaela Droste aus Neuenkirchen-Vörden weilte am Wochenende mit ihren Töchtern Lacey und Justine zu einem Kurzaufenthalt in Dangast. „Während wir im Watt spazieren gingen, sahen wir in der Ferne plötzlich etwas Blaues liegen“, berichtet Michaela Droste: „Ich dachte zuerst: Hoffentlich liegt dort kein Mensch.“

Die vermutete Leiche entpuppte sich aber schließlich als Statue. „Sie muss von einem Schiff gefallen sein“, vermutet die 33-jährige Mutter, die vor einigen Jahren in Dangast gewohnt hatte und sich daher mit den Gegebenheiten an der Nordseeküste gut auskennt. Dass die Skulptur am Strand aufgestellt und bei Hochwasser weggeschwemmt wurde, glaubt sie indes nicht. „Dazu ist sie viel zu schwer, die spült nicht weg“, sagt Michaela Droste: „Die Statue ist aus Stein, das konnte man an den Stellen, an denen die Farbe abgeplatzt war, gut erkennen.“

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Say no! Blue Child No. 4 BILD: Gösta Berwing
Sage nein! Blaues Kind Nr. 4 BILD: Berwing
Say no! Blue Child No. 4 BILD: Gösta Berwing
Sage nein! Blaues Kind Nr. 4 BILD: Berwing

Zettel befestigt

Die Steinstatue aus dem Watt ist etwa 70 Zentimeter hoch und 20 Kilo schwer. Sie zeigt ein Kind, das sich die linke Hand vor das Gesicht hält.

Zwei Zettel waren daran befestigt. Auf dem einen steht die Aufschrift „Sage nein! Blaues Kind Nr. 4“, auf dem anderen auf englisch: „Say no! Blue Child No. 4“ (kleines Bild, oben).

Hinweise auf die Herkunft der Statue nimmt die NWZ -Redaktion unter Tel. 04451/99882500 oder per E-Mail an red.varel@nordwest-zeitung.de entgegen.

Gemeinsam mit ihrer ältesten Tochter Lacey (17) schleppte sie das schwere Stück zum Strand. „Dabei musten wir mehrere Male absetzen“, sagt Michaela Droste. Wieder in Ufernähe, kamen dann die ersten Neugierigen dazu. „Unter der Stranddusche machten wir die Skulptur sauber.“ Dann begann die Spurensuche.

Die Kurverwaltung vermisst ein solches Objekt nicht. „Nein, die Statue gehört uns nicht“, sagte Kurdirektor Johann Taddigs auf NWZ -Nachfrage. Es komme aber durchaus vor, dass Künstler ihre Werke ungefragt aufstellen. „Wir hatten schon Parken-Verboten-Schilder im Watt, die als Kunstobjekt gedacht waren“, so Taddigs.

Rat suchten die Drostes in der Kunstszene des Ortes und kamen schließlich zur Galerie Willy Hinck in die „Strandvilla Irmenfried“ in Dangast. „Sie haben gefragt, ob unsere Galerie eine blaue Statue vermisst“, berichtet Ulrike Hinck. Doch auch die Expertin konnte nicht weiterhelfen und verwies Michaela Droste an die Nordwest-Zeitung. Die Skulptur ist derzeit im Büro des städtischen Campingplatzes untergebracht.

Olaf Ulbrich Kanalmanagement (Ltg.) / Redakteur
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