Schoost /Moorwarfen Ein Krankenhaus, das sich im Lauf des Stücks als Irrenanstalt entpuppt, die üblichen Patzer und Pannen der Premiere und ein echter Bürgermeister, der kurzerhand im Theaterstück mitspielen muss/darf/soll: Die herzlich- bekloppte Krankenhaus-Kriminal-Komödie „Geldfieber und andere Krankheiten“ der Theatergruppe Schoost erwies sich als Lacherfolg der Saison. Die Truppe hat einfach ein Händchen dafür, sich die richtigen Stücke auszusuchen. Und die Akteure auf der Bühne kriegen sich manches Mal selbst kaum ein vor Lachen, wenn die Technik streikt, die Souffleuse in der Zeile verrutscht, die Pointe anders zündet als geplant oder Texthänger schlagfertig überspielt werden. Das Premierenpublikum amüsierte sich prächtig und spendierte tosenden Applaus.

Den gab es auch für Bürgermeister Gerhard Böhling, den Regisseurin Cordula Staack bat, eine kurze Gastrolle zu übernehmen. Böhling sprang als „Bufdi“, als Bundesfreiwilligendienstleister, ein und ging Krankenpfleger Ingo (Thomas Staack) beim Bettenwechsel zur Hand.

Die Bettenwechsel waren ein schöner Kunstgriff der Regie, um zwischen den Spielszenen von Männer- auf Frauenstation und umgekehrt umzubauen. Hinter den dafür kurz geschlossenen Vorhängen ging das irrwitzige Krankenhaus-Geschehen akustisch munter weiter. Nahezu perfekt auch das Krankenzimmer-Bühnenbild, für das Sonja Wegner sorgte.

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Das Stück spielt in einer fiktiven Klinik in Jever. Dort hat ein Sträfling auf der Flucht eine Tasche mit zwei Millionen Euro versteckt. Das viele Geld bleibt nicht lange unentdeckt. Erst finden zwei Patienten die Millionenbeute, dann gerät die Tasche versehentlich in die Hände der verwirrten Patientin Plassmann (Karla Kleihauer). Und natürlich mischt sich auch der von der Polizei gesuchte Räuber unter die Patienten, um sich seine Beute zurückzuholen. . .

Die Komödie lebt natürlich vor allem von den skurrilen Typen – und die liegen nicht nur auf Station in den Krankenbetten, sondern haben auch weiße Kittel oder zerknautschte Trenchcoats an. Ben Hakvoort etwa gibt den inkompetenten Chefarzt und ist als Columbo-Imitat auch der Kommissar, der den entflohenen Sträfling sucht. Schrill auch Patient Benrath (Hussi Akkurt) als Muttersöhnchen oder Rolf Heßelbarth, der zwischen seiner Darmspiegelung seine vielen Liebschaften mit dutzenden Handys vom Krankenbett aus koordiniert. Auch auf dem Damenzimmer mit Andrea Wolken, Cordula Staack, Karla Kleihauer geht es mitunter drunter und drüber. Dann sind da noch die in den Chefarzt verknallte Schwester Netti (Nicole Even-Tykiel) und ein seltsamer Professor (Lars Pfannenschmidt), der ein undurchsichtiges Spiel treibt. Den Überblick in diesem Irrenhaus behalten Oberschwester Anneliese (Sima Tafoski) und die Oberärztin (Hannelore Schmollmann).

Nach dem Premierenwochenende mit drei Vorstellungen ist die Komödie noch vier weitere Male zu sehen: Am Mittwoch, 16. März, sowie Freitag, Samstag und Sonntag, 18., 19. und 20. März. Die Vorstellungen beginnen um 20 Uhr, einzig am Sonntag beginnt der Spaß schon um 16 Uhr, vorher gibt’s ab 15 Uhr Kaffee und Kuchentafel.

Spielort ist die Gaststätte „Parkhaus“ Moorwarfen. Karten gibt es noch bei Alma Wilken, Tel. 04461/84 560.


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Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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