Tettens Axel (Corvin Siebert), Finanzbeamter und Pedant, führt ein geordnetes Leben mit Brauselimonade statt Alkohol und ausgeprägtem Putzfimmel. Doch als er eines Morgens aufwacht, ist alles anders: Er ist keine Jungfrau mehr und neben ihm im Bett liegt eine fremde Frau. Lisa (Vera Roschke) ist Malerin und auf der Suche nach einem Mann und einem Heim – und der brave und ordentliche Axel scheint ihr der Richtige zu sein.

Das neue Stück der Theatergruppe Tettens „Keen Mann för een Nacht“ aus der Feder von Uschi Schilling und ins Plattdeutsche übertragen von Günter Drewes hat es in sich: Bei den Zuschauern schmerzten am Ende der Premiere die Lachmuskeln.

Dafür sorgt insbesondere Axels neugierige Nachbarin Gundula (Franziska Steinz), die gerne zu den Nachbarn zum „Borgen“ kommt und dank Leiter auch das Geschehen hinter Nachbars Fenster bestens im Blick hat – aber kaum kapiert, was sie sieht. Aber auch Axels tyrannische Schwester Isolde (Marion Steinz) sorgt für gewaltigen Wirbel: Sie hat nicht nur beide Daumen auf ihrem Mann Alfred (Axel Siebert), sondern auch auf ihrer „kleinen“ Nichte Susanne (Birte Dierks). Doch wie sich zeigt, hat der unterdrückte Alfred es faustdick hinter den Ohren – er endet nackt im Kleiderschrank. Und zwar zusammen mit Malerin Lisa.

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Die Flasche Cognac trinkt derweil seine Frau und läuft in ihrer Verrücktheit zu Hochtouren auf. Und Susanne? Die ist mit 22 natürlich gar kein kleines Mädchen, sondern mimt die lollilutschende Göre aus Furcht vor der Tante. Doch sie weiß sehr genau, wo sie Axels Mitbewohner Mike (Jan-Iko Janßen), ihren Schwarm, am schmerzhaftesten treffen kann.

Und dann ist da natürlich noch die Installateurin (Daria Brader): Nach dem Motto ,Gewalt ist immer die Lösung‘ legt sie erst die Heizung komplett lahm und vergrößert das Beziehungschaos dann durch einen Wasserrohrbruch.

„Keen Mann för een Nacht“ ist ein urkomischer Schwank, lustig von der ersten Minute an – auch dank der Spielfreude der Tettenser Akteure. Die Witze schlagen sofort ein. Das Stück strotzt vor eindeutigen Zweideutigkeiten und Ausflügen ins Anzügliche, Wortspielen und Witzeleien mit Fremdwörtern – Isolde ist ganz groß darin, stets das falsche Wort zu treffen.

Und am Ende gibt es tatsächlich eine Überraschung.

So geizte das Premieren-Publikum nicht mit hoch verdientem donnerndem Applaus. Fünf weitere Aufführungen sind geplant (siehe Infokasten).

Melanie Hanz Redakteurin / Gesamtleitung Friesland
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