Offene Ateliers
Bunt ist auch Borghild Eckermanns Lieblingsfarbe

Bild: Susanna Jungmann
Dieter Wendel: seit eineinhalb Jahren arbeitet er in Accum in der ehemaligen Marine-Nachrichtenstelle.Bild: Susanna Jungmann
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Borghild Eckermann liebt es, mit Interessierten über ihre Bilder ins Gespräch zu kommen.Bild: Susanna Jungmann
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Accum /Waddewarden Gemeinsam mit anderen Kunstinteressierten in ihren umfangreichen Mappen Bildsammlungen zu suchen und dabei ins Gespräch zu kommen – darauf freue sie sich das ganze Jahr, versichert Künstlerin Borghild Eckermann: Sie öffnete am Wochenende zum „Offenen ARTelier“, ins Leben gerufen vom Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler Oldenburg (BBK), ihre Werkstatt in Waddewarden für Interessierte.

Rot, Blau und Gelb als vorherrschende Farben glichen Epochen in ihrem Kunstschaffen. Im Atelier in Waddewarden fühlt sie Stimmungen und Empfindungen nach, die sich manchmal wie ein Roter Faden weiterentwickeln, „da ich vor einer leeren Leinwand nie das fertige Bild im Kopf habe, sondern bei Farben spontan zugreife“. Sensibel lässt sie sich von einer Farbe lenken, räumt ihr und sich genügend Zeit zur Entfaltung ein, bevor sie weiter daran arbeitet, manchmal übermalt und verändert, bis Arbeit und Empfinden eins geworden sind.

Heute ist es die Vielfarbigkeit, der sie in gleicher Weise in neuen Denkansätzen als Serien nachgeht. „Bunt ist meine Lieblingsfarbe“, zitiert sie den Architekten und Gründer des Bauhauses, Walter Gropius. Die Stationen dieser Denkprozesse findet der Besucher im Atelier an der Friedhofstraße in Waddewarden in sehenswerten Bildermappen dokumentiert.

Unter dem Eindruck der zurückliegenden trockenen Zeit, lancierte die Künstlerin für Besucher an beiden Tagen Aktionen mit dem Aufruf um Regen mithilfe von Wasserspendern aus Wilhelmshaven.

Seit knapp zehn Jahren malt Dieter Wendel in einem Atelier, eineinhalb Jahre davon in der ehemaligen Accumer Marine-Nachrichtenstelle an der Memmhauser Straße. Nach und nach veränderte er sich von gegenständlichen auf informelle Arbeiten in Naturmaterialien und reinen Pigmenten. Er verwendet Sumpfkalk, Marmormehl und Ähnliches, grundiert wie die Alten Meister früher. Gern lässt sich der Autodidakt in monatlichen Weiterbildungsseminaren auf neue Impulse ein, experimentiert und probiert sich in Neuem.

Dazu zählen auch auf Schleiernessel aufgetragene Strukturmasse und Pigmente, denen er schließlich das beidseitige Licht- und Schattenspiel zu kurzzeitigen und vergänglichen Bildern überlässt. Eine Eigendynamik erhalten auch die Arbeiten aus mehrschichtig auf Seidelbastpapier aufgetragene Spachtelmasse aus Marmormehl und Sumpfkalkmasse. Die im Trocknungsprozess entstehenden Risse überlässt Wendel einer eigenen Weiterentwicklung des Bildes oder bearbeitet sie in mehreren Arbeitsgängen weiter.

Mit Objekten aus Gips und Marmormehl, subtil mit Gold- oder Silberfarben bemalt und auf Holzwürfel montiert, wendet sich der Künstler jetzt auch der Skulpturarbeit zu.

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