Frage: Ihre Majestät, wie darf ich Sie eigentlich ansprechen?

Julia I.: Nennen Sie mich ruhig Julia.

Frage: Ist das angemessen für eine Mühlenkönigin?

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Julia I.: Ja, natürlich. Es ist ja ein verliehener Titel.

Frage: Dennoch: Sie wurden von einer Jury zur Königin gewählt und vertreten Varel auch ganz offiziell ...

Julia I.: Das stimmt. Und man kann sich dabei verwöhnen lassen. Manchmal fühlt man sich sogar wie eine richtige Königin. Man bekommt ein Kleid und eine Krone, man wird geschminkt und kriegt die Frisur gemacht. Und dann darf man auch noch ein Jahr umsonst mit einem Auto fahren – das ist toll.

Frage: Sie tragen während Ihrer einjährigen Amtszeit aber auch viel Verantwortung ...

Julia I.: Ja, auf einmal ist man wichtig. Man ist plötzlich Repräsentant seiner Stadt. Deshalb ist es ein total wichtiges Amt, auch weil man dem Bürgermeister ganz nahe ist. Es ist eine unheimlich tolle Erfahrung.

Frage: Sie sind an Pfingsten 2016 gewählt worden. War es schwierig, sich in die Rolle hineinzuversetzen?

Julia I.: Ich bin da sehr schnell reingewachsen, auch wenn ich zugeben muss: Vor meinem ersten Auftritt war ich total aufgeregt. Ich wusste gar nicht, was ich sagen soll. Das habe ich mir dann erst einmal bei den anderen Majestäten abgeschaut.

Frage: Sie sind also mit Ihrem Amt auch gewachsen?

Julia I.: Ja. Man schlüpft in eine Rolle und lernt, auf die Leute zuzugehen, auf einer Bühne zu stehen und vor Publikum zu reden.

Frage: Hat Ihnen das auch in Ihrem zivilen Leben geholfen?

Julia I: Oh, ja. Zum Beispiel in der Schule. Dort fällt es mir nun wesentlich leichter, Referate zu halten.

Frage: Sie sind noch bis Pfingsten im Amt. Was waren bisher die Höhepunkte Ihrer Regentschaft?

Julia I.: Das war das Königinnen-Treffen in Blomberg, an dem 200 Majestäten aus ganz Deutschland teilgenommen haben. Auch die Tour der Hoffnung, eine Benefiz-Radsportveranstaltung zur Unterstützung krebskranker Kinder, war herausragend.

Frage: Was war das Besondere daran?

Julia I.: Daran nahmen auch viele Prominente aus Sport und Fernsehen teil. Viele haben sich Zeit genommen, um mit mir zu reden. Sie haben gefragt, was meine Aufgabe ist. Da habe ich einen ganz tollen Einblick bekommen. Aber das Beste kommt ja erst noch.

Frage: Und das wäre?

Julia I.: Der Empfang beim Ministerpräsidenten von Niedersachsen Stephan Weil in Hannover. Da freue ich mich schon besonders drauf.

Frage: Sie werden unterstützt von der Mühlenprinzessin Luisa. Wie lief die Zusammenarbeit?

Julia I.: Luisa und ich sind Freundinnen geworden. Und das, obwohl wir uns bis zur Wahl gar nicht kannten.

Frage: Haben Sie auch privaten Kontakt zu anderen Königinnen?

Julia I.: Ja, besonders über unsere WhatsApp-Gruppe. Ständig kommen neue Leute dazu. Auch mit Ehemaligen, wie beispielsweise die deutsche Kartoffelkönigin aus Rotenburg, schreibe ich mir.

Frage: Gab es auch negative Auswirkungen, die das Amt mitbrachte?

Julia I: Für mein Hobby Fußball hatte ich nicht mehr so viel Zeit. Meine Mannschaftskameradinnen hatten dafür aber Verständnis. Es war manchmal auch nicht ganz einfach, alle Termine unter einen Hut zu bekommen.

Frage: Am Pfingstsamstag wird Ihre Nachfolgerin bestimmt. Machen Sie ein bisschen Werbung  ...

Julia I.: Die Kandidatinnen sollten sich einfach so geben, wie sie sind – und sich nicht verstellen. Man muss ein fröhlicher Mensch sein und sein Herz auf der Zunge tragen.

Olaf Ulbrich Kanalmanagement (Ltg.) / Redakteur
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