J

etzt hatten Lisa Marienhoff, Gisela Cordes und Brigitte Gillner 60 Jahre nach der Schulentlassung aus der Volksschule Bockhorn zu einem Treffen eingeladen. Natürlich stand der Erinnerungsaustausch im Mittelpunkt des Wiedersehens. „Wir wurden damals in eine Baracke am Bahnhof eingeschult, weil die eigentliche Schule von Soldaten besetzt war“, erzählten die Organisatorinnen. Vier Kinder saßen in einer Bank, die nur für drei vorgesehen war. „Der hat so lange gemacht, bis alle das kapiert hatten“, erinnern sich die Schülerinnen und Schüler des Einschulungsjahrgangs 1945 an ihren damaligen Lehrer.„Aber manchmal kam der Schwamm geflogen, wenn wir Blödsinn machten.“ In Erinnerung ist auch die Schulspeisung geblieben, die es für Flüchtlingskinder und Kinder arbeitsloser Väter gab. Ganz selbstständig hatte die Klasse damals das Theaterstück Schneewittchen einstudiert, durfte es dann vor der ganzen Schule aufführen und sie sind mit allen selbstgebastelten Requisiten durch den Schnee gestapft, um es auch im Kinderheim zu spielen. Auch bei diesem vierten Klassentreffen hatten sich alle viel zu erzählen, nach dem Kaffeetrinken folgte ein Besuch im Heimatmuseum und mit einem gemeinsamen Abendessen klang der Tag aus.

Der Bockhorner Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft und Fremdenverkehrsförderung geht nach Aussage des Vorsitzenden Olaf Nack immer gern in Betriebe, um sich über Sorgen und Nöte zu informieren, aber auch große und kleine Wirtschaftsleistungen zu honorieren und Anregungen mitzunehmen. So war der Ausschuss jetzt bei der „Barbierin“ zu Gast, bei Britta Lüttecke an der Kranenkamper Straße.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Newsletter "kurz vor acht" der Nordwest Mediengruppe erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

In dem Haus bestand früher das Fahrradgeschäft Swegat. Um den Laden fürs Friseurgeschäft umzurüsten, musste Britta Lüttecke auf den Grundmauern von 1870 vieles neu schaffen: „Es sind fast keine alten Innenmauern mehr da“, berichtete sie: „Es ist ein kleines Großraumprojekt geworden.“

Die Friseurmeisterin hat ihren Salon speziell für Kunden mit Rollstühlen und Rollatoren ausgelegt. Und zu diesem Thema gab sie den Kommunalpolitikern mit auf den Weg: „In dieser Hinsicht muss sich in Bockhorn noch viel ändern.“ Britta Lüttecke weiß, wovon sie spricht, ihr Ehemann ist selbst auf Fahrhilfe angewiesen: „Wir brauchen viel Platz, um einzukaufen, 1,50 bis 2 Meter große Kurven. In zahlreiche Geschäfte kommen wir nicht hinein.“ Positive Ausnahmen seien die Lebensmittel-Filialketten.

Ihr eigener Kundenstamm sei gut gefächert mit Jüngeren und Älteren, mit Damen, Herren und Kindern. Zum Team gehören Bianca Emmen, Bärbel Oetken und Jana Siefjediers. Auch Britta Lüttecke klagt wie viele Geschäftsinhaber aus unterschiedliche Branchen über Nachwuchsprobleme: „Ich würde gerne zum nächsten Jahr wieder eine Auszubildende einstellen. Junge Menschen liefern neue Inspirationen. Unsere Arbeit ist ein sehr kreativer Beruf.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.