Hooksiel Ein Leben ohne die Freiwillige Feuerwehr ist für Hooksiels neuen Ortsbrandmeister Jörg Nöchel unvorstellbar. Er zählt an den Fingern ab: „Mein Opa war bei der Freiwilligen Feuerwehr, mein Vater war ebenfalls bei der Freiwilligen Feuerwehr und dort mehr als 20 Jahre als Wehrführer aktiv und ich bin bei der Freiwilligen Feuerwehr“, sagt er.

„Manche behaupten, ich habe schon einen Schlauch fachgerecht ausrollen können, bevor ich Schreiben gelernt habe“, sagt Nöchel und lacht.

Löschwesen ist Berufung

Der 37-Jährige stammt aus Frankenberg-Geismar in Hessen. Dort trat er 1988 in die Freiwillige Feuerwehr ein und wechselte 1993 in den aktiven Dienst. Seitdem besuchte er zahlreiche Lehrgänge, machte den Gruppen- und Zugführerlehrgang. Die Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr, sei nicht vergleichbar mit der Mitgliedschaft in einem anderen Verein. „Das Löschwesen ist in erster Linie Berufung und es geht dabei um Existenzen und Menschenleben“, sagt er.

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Darum sei eine professionelle Herangehensweise unabdingbar. „Technik und Taktik, darauf kommt es an“, meint Nöchel. Das habe ihn seit seiner frühesten Jugend fasziniert. „Und Teamgeist und Kameradschaft“, fügt er hinzu.

Er sieht seinen Stellvertreter Patrick Obst an. „Wir funktionieren als Team, haben eine sehr gute Kommunikation und können uns aufeinander verlassen“, meint Nöchel.

Obst ist 28 Jahre alt und seit seinem zehnten Lebensjahr in der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel aktiv. „Ich bin ein Ur-Hooksieler“, sagt er. Seit 2001 ist er im aktiven Dienst, besuchte wie Nöchel zahlreiche Lehrgänge, ist seit 2008 Truppführer.

Gemeinsam führen die beiden Kameraden seit dem 1. April die Ortswehr Hooksiel. 31 Kameraden sind derzeit im aktiven Dienst tätig. „Wir freuen uns sehr über unsere stark motivierte Truppe – da ist richtig Geist drin“, sagt Nöchel.

Jörg Nöchel und Patrick Obst werben dennoch um neue Mitglieder, denn gerade bei Einsätzen, die am Tag gefahren werden müssten, sei es manchmal schwierig, ausreichend Kräfte zusammenzubekommen, da viele Kameraden an einem anderen Ort arbeiten.

Künftig mehr Rotation

Deshalb sei auch die enge Zusammenarbeit und die Übungen mit den anderen Wangerländer Wehren immer wichtiger. Es werde in Zukunft darauf hinaus laufen, dass die Kameraden, egal welcher Wehr sie angehören, bei Einsätzen dort mitfahren, wo sie sich gerade aufhalten. „Es wird künftig sehr viel mehr Rotation geben“, meint Nöchel. Das sei in anderen Bundesländern bereits seit vielen Jahren Standard.

In der Ortswehr Hooksiel haben Jörg Nöchel und Patrick Obst inzwischen die Dienstzeit der Kameraden verdoppelt: Sie treffen sich in geraden Kalenderwochen jeweils donnerstags ab 19 Uhr und in ungeraden Kalenderwochen jeweils freitags ab 19.30 Uhr am Feuerwehrhaus Hooksiel. Dann wird geübt.

„Das ist enorm wichtig, damit im Ernstfall die Abläufe stimmen und jeder weiß, was er zu tun hat. Denn zum Nachdenken bleibt bei einem Einsatz keine Zeit“, sagt Nöchel. „Da muss schnell und professionell gehandelt werden.“

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