Tue Gutes und rede nicht darüber.“ So charakterisierte Wangerooges Bürgermeister Holger Kohls die Haltung von Ehrenbrandmeister Karl-Engelhardt Kruse in dessen 45-jähriger Dienstzeit bei der Insel-Feuerwehr. 30 Jahre davon hat „Engel“ Kruse die Geschicke der Wehr als Gemeindebrandmeister geleitet. Vor allem dieses Engagement würdigte das Nordseeheilbad jetzt mit dem Eintrag Kruses in das Gedenkbuch der Gemeinde (die NWZ berichtete). Die Zahl der Gratulanten war beim offiziellen Festakt im Kleinen Kursaal groß. Neben Kruses Nachfolger, Gemeindebrandmeister Jürgen Wiebach, lobten auch Landrat

Sven Ambrosy, Kreisbrandmeister Reinhard Oncken und Regierungsbrandmeister Gerd Junker das vorbildliche ehrenamtliche Engagement Kruses.

Junker sprach aber nicht nur als hochrangiger Feuerwehrmann, sondern auch im Namen der „Linientreuen“ – eine inoffizielle und verschworene Gemeinschaft innerhalb der friesländischen Wehr, der auch Karl-Engelhardt Kruse angehört. 1990, als Junker noch Kreisbrandmeister in Friesland war, beschloss er gemeinsam mit den Brandmeistern aller Friesland-Gemeinden, neben dem Dienst auch die Geselligkeit zu pflegen und dabei auch die Ehefrauen mit einzubeziehen. Bei einer Boßeltour fand die Clique dann Gefallen an einem Getränk namens „Linie“ – und schon waren die „Linientreuen“ geboren. Die Gemeinschaft hält bis heute. „Neu aufgenommen wird niemand und austreten kann man nur durch den Tod“, sagte Junker.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Zu einem Festakt gehört auch ein Rahmenprogramm. Auf Wunsch von „Engel“ Kruse gestalteten das der Shanty-Chor „De Wangeroogers“ und die Volkstanzgruppe Wangerooge. Bürgermeister Kohls freute sich besonders, dass unter den Gästen auch drei Bürgerinnen und Bürger waren, die bereits mit dem Eintrag ins Gedenkbuch geehrt wurden: Schwester Anselma, Insel-Chronist Hans-Jürgen Jürgens und der Musiker und Chorleiter Wolfgang Henseleit.

Neben „Engel“ Kruse gab es beim Festakt eine weitere Hauptperson, und zwar seine Frau Hanna Kruse, die ihm – das betonten alle Redner – in all den aktiven Feuerwehrjahren immer den Rücken frei gehalten hatte. Auch Kruse selber bedankte sich für die Geduld seiner Gattin. In seiner Dienstzeit habe er zusammengerechnet ein Jahr auf Lehrgängen und Sitzungen in Jever verbracht, berichtete er. „Trotz dieser Belastung hast Du nie über die Feuerwehr geschimpft.“

Vom Kursaal zur katholischen Insel-Kirche: Dort hat die wunderschöne Krippe in diesem Jahr wieder Zuwachs bekommen. Ein in Bayern geschnitztes Kamel (rundes Bild) ergänzt das Ensemble. Pfarrer Kurt Weigel war so begeistert von dem Kunstwerk, dass er gleich eine amüsant-nachdenkliche Geschichte über die Odysee des Holztieres von Bayern nach Wangerooge verfasst hat. Die Krippe kann noch bis zum 2. Februar in der St. Willehad-Kirche bewundert werden.

UMFRAGE
Machen Sie mit beim großen Friesland-Check. Was gefällt Ihnen an Ihrer Gemeinde/Stadt und wo sehen Sie Verbesserungspotential?

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.