Wangerooge Kaum war der Spendenaufruf heraus, stand bei Wangerooges Gemeindebrandmeister Torsten Stumpf das Telefon nicht mehr still: Inselarzt Dr. Michael Kortenhorn hatte nach einem Rettungseinsatz am Dienstag um Spenden für eine Schleifkorbtrage gebeten.

Die Schleifkorbtrage

besteht aus einer Trage in Form einer stabilen Wanne, die ermöglicht, Personen sicher aus unwegsamen Gelände, engen oder unzugänglichen Gebäuden zu transportieren. Der Patient wird in die Trage hineingelegt und dann festgegurtet. Am Seitenrand hat die Rettungswanne viele Ösen für Haltegurte, Sicherungsseile und Haltegriffe zum Tragen, auch zum Hubschrauber hinaufgezogen werden kann sie. Die Schleifkorbtrage kann etwa eingesetzt werden, um steile Böschungen zu überwinden. Eine Vakuummatratze ermöglicht, dass Verletzte stabil und rutschfrei gelagert sind.

Feuerwehrchef Stumpf freut sich sehr über die riesige Spendenbereitschaft, die daraufhin einsetzte: Zahlreiche Insel-Bürger und Urlauber legten ihm prompt Geld auf seinen Schreibtisch in der Gemeindeverwaltung. Er wird nun eine geeignete Schleifkorbtrage samt Zubehör auswählen, ein Spendenkonto bei der Gemeinde einrichten und sich um alles andere kümmern. Doch zuerst setzt er sich mit dem Lions-Club der Insel in Verbindung: Der hatte nämlich bereits eine Finanzierungszusage gemacht.

Grund für den Spendenaufruf war ein Rettungseinsatz am Dienstag, der bei vielen Insulanern und Gästen für Verwunderung sorgte: Im Einsatz waren zwei Rettungshubschrauber, einer landete im Rosengarten.

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Kortenhorn hatte den „Christoph“ im Rahmen eines Notarzteinsatzes angefordert. „Da ein spezielles Reanimationsgerät nötig war, musste dieses von einem zweiten Rettungshubschrauber vom Festland gebracht werden“, berichtete der Inselarzt am Abend. „Dank der tatkräftigen Unterstützung durch unsere Feuerwehr und von Kolleginnen der Hausarztpraxis, die sich um die Angehörigen kümmerten, konnte der Patient in eine Spezialklinik geflogen werden.“

Dabei habe sich das neue Einsatzfahrzeug der Feuerwehr bestens bewährt: „Es konnte zusätzliches Rettungsgerät und die zweite Hubschrauber-Besatzung zum Einsatzort gebracht werden.“

Damit solch schwerst kranke Patienten möglichst schonend transportiert werden können, bräuchte die Insel eine Schleifkorbtrage für die Feuerwehr, sagt Kortenhorn.

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Melanie Hanz Redakteurin / Gesamtleitung Friesland
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