Varel Was passiert, wenn der Strom weg ist? Am Freitagmorgen gegen 8.15 Uhr wurde bei Baggerarbeiten beim Lothar-Meyer-Gymnasium ein Stromkabel beschädigt und rund 1000 Haushalte waren für etwa eine halbe Stunde ohne Strom. Dann konnte die EWE die Versorgung über andere Kabel wieder herstellen. Am Montag soll das Kabel wieder geflickt werden.

 Verkehr

Während des Stromausfalls versagten auch Ampeln im betroffenen Gebiet ihren Dienst. Erwischt hat es an der Bundesstraße 437 die Kreuzungen mit der Neuen Straße, Panzerstraße und Hellmut-Barthel-Straße. Zu Unfällen oder anderen Problemen sei es indes nicht gekommen, teilte die Polizei mit.

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 Feuerwehr

Die Ortswehr in Varel hatte nur einen kurzen Einsatz während des Stromausfalls: In der Achternstraße steckte jemand im Aufzug fest. Bevor die Kameraden allerdings tätig werden konnten, war der Strom wieder zurück.

 Schulen

Für die Schüler des Lothar-Meyer-Gymnasiums (LMG) sorgte der Stromausfall für einen früheren Abschied ins Wochenende. Nach der vierten Stunde war für die Gymnasiasten Schluss. Begründet wird der frühe Schulschluss von Maren Rogge vom Krisenteam der Schule mit der Heizungsanlage: „Wegen des Stromausfalls ist die Heizung ausgefallen und es war zum Zeitpunkt unserer Entscheidung nicht absehbar, ob der Strom bald wieder fließt und ob die Heizung dann auch wieder fehlerfrei läuft.“ Weil die Gebäude alt sind, kühlten die Räume schnell aus. Als der Strom doch wieder ging, konnte der bereits mit den Busunternehmen organisierte frühe Schulschluss nicht mehr rückgängig gemacht werden.

 Supermärkte

Vom Stromausfall betroffen war auch der Edeka-Markt von Florian Driebolt. Das Problem: „Wenn der Strom ausfällt, ist es hier stockdunkel“, sagt er. Die mehrheitlich älteren Kunden, die zu der Zeit im Markt waren, wurden mit Taschenlampen zur Kasse geführt. Die haben eine Notstromversorgung, so dass die Einkäufe noch erledigt werden konnten. Als alle Kunden den Markt verlassen hatten, wurde er geschlossen. Für die Lebensmittel hatte der Stromausfall keine Auswirkungen: „Die Tiefkühltruhen sind abgedeckt und halten die Kälte. Das reicht für etwa eineinhalb Stunden“, erklärt Florian Driebolt. Schwieriger ist es da bei den Kühlregalen. Für besonders hartnäckige Stromausfälle könne er auch einen Lastwagen mit Stromaggregat oder einen Kühlwagen anfordern. „Aber so schnell kann man die Ware gar nicht umpacken“, erklärt Driebolt.

 Krankenhaus

Auch im St.-Johannes-Hospital fiel der Strom aus – aber niemand hat’s gemerkt. Denn: „Jedes Krankenhaus hat ein Notstromaggregat, dass sofort läuft. Bei uns flackert nicht einmal das Licht“, erklärt Frank Germeroth, Geschäftsführer der Friesland-Kliniken. Beim Stromausfall springen Dieselgeneratoren an, die alle Stationen mit Strom versorgen. Bis die anlaufen, springt ein Batteriespeicher ein. Mit dem Notstrom kommt das Hospital mehrere Tage lang hin. Sollte es eine längere Katastrophe sein, wird das Krankenhaus vorrangig mit Diesel beliefert. Stromausfälle werden im dort regelmäßig simuliert, um das System zu testen.

 Banken

Am Stromausfall vorbei gekommen ist die LzO in Varel, denn als die Bank geöffnet hat, war der Saft wieder da. Die Kunden wären trotzdem an ihr Geld gekommen, auch wenn die Automaten nicht funktionieren. „Die Kunden können dann an den Schalter kommen“, erklärt Filialleiter Malte Winkler. Ganz altmodisch werden die Buchungen dann mit Stift und Papier festgehalten und später ins digitale System übertragen. Ein Notstromaggregat sorgt dafür, dass weder Kunden noch Bankangestellte im Dunkeln stehen. Auch bei der Oldenburgischen Landesbank gibt es bestimmte Maßnahmen, die beim Stromausfall greifen.

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Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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