Varel 20 000 Euro hat ein 82-jähriger Vareler am Dienstag einem falschen Polizisten vor einer Arztpraxis in Obenstrohe übergeben. Der Mann konnte mit dem Geld fliehen und wird jetzt von der Polizei gesucht.

Der Senior erhielt gegen 9 Uhr einen Anruf, bei dem ein angeblicher Polizeibeamter der Kriminalpolizei erklärte, dass Verbrecher es auf sein Geld abgesehen hätten. Aus diesem Grund sollte er von seinem Konto 20 000 Euro abheben und diesen Betrag an die Polizei zur Überprüfung übergeben, damit man dann die Scheine sichten beziehungsweise deren Nummern überprüfen könne. Auf diese Weise könne der 82-Jährige bei den Ermittlungen mitwirken.

Kurze Zeit später hob der Vareler bei einer Bank in Obenstrohe tatsächlich die geforderte Summe ab und legte den Betrag in ein kleines Mäppchen, in dem sich bereits die vorher abgehobenen 500 Euro befunden haben.

Um 13 Uhr fand die Geldübergabe auf dem Parkplatz einer Arztpraxis in der Goethestraße in Obenstrohe statt. Bei dem männlichen Geldabholer soll es sich um eine schlanke Person gehandelt haben, die zum Tatzeitpunkt ein graues Basecap, einen weißen Pullover sowie eine graue Strickjacke getragen haben soll.

Da zur Mittagszeit der Ortsteil Obenstrohe in der Regel gut frequentiert ist, bittet die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe: Personen, die sich gegen 13 Uhr im Bereich der Goethestraße, insbesondere auf dem Parkplatz bei der Arztpraxis aufgehalten haben, werden gebeten, sich dringend mit der Polizei unter der Rufnummer 04451/923-0 in Verbindung zu setzen.

„Zur Ergreifung der Täter kann jeder noch so kleine Hinweis für unsere Ermittlungen hilfreich sein“, betont Andrea Papenroth von der Polizeiinspektion Friesland/Wilhelmshaven: „Die echten Polizeibeamten arbeiten seriös, erfragen am Telefon keine Daten zu den finanziellen Verhältnissen und bitten auf diese Weise niemals um das Mitwirken bei ihren Ermittlungen.“

Die Polizei rät bei Anrufen dieser Art das Gespräch zu beenden und die Nummer der richtigen Polizei zu wählen. „Seien Sie bei Anrufen, wenn sie sich nicht absolut sicher sind, das Gegenüber zu kennen, stets misstrauisch, erteilen sie per Telefon keine Auskünfte und gehen sie auf keine Geldgeschäfte ein.

„Verständigen Sie im Zweifelsfall die Polizei“, so Papenroth. Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland bietet außerdem in dem Zusammenhang kostenlose Beratungen an und beantwortet Fragen. Für den Bereich der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland stehen als Ansprechpartnerin Katja Reents unter der Rufnummer 04421/942-108, für den Bereich Varel Eugen Schnettler 04451/923-146 und für Jever Tanja Horst unter der Rufnummer 04461/9211-181 zur Verfügung.

Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
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