Varel Eine lange Partynacht am Wochenende und morgens wieder ins Auto: Die Dauer und Wirkung von Drogen wird gerade von viele jungen Autofahrern unterschätzt. Deswegen waren besonders junge Erwachsene das Ziel der Verkehrskontrollen, die in Varel, Jever und Wilhelmshaven jeweils im Bereich rund um die Berufsbildenden Schulen stattgefunden haben.

Die Schwerpunkte der Kontrollen am Montag waren Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. Nebenbei wurden auch getunte Fahrzeuge kontrolliert. „Wir haben uns ganz bewusst für einen Montag entschieden“, erläutert Polizeikommissar Christian Conring, Koordinator der Kontrollaktion. Wer Drogen nimmt, geht fälschlicherweise davon aus, dass der Wirkstoff nach wenigen Stunden abgebaut ist. „Der Wirkstoff und die Beeinflussung halten jedoch teilweise über mehrere Tage hinweg an“, so Conring. Wer zur Kontrolle aus dem Verkehr gezogen wird, entscheidet der zuständige Beamte nach eigener Diensterfahrung und Bauchgefühl. Die Polizei wurde hierbei von zwei Zollbeamten und einem Rauschgiftspürhund unterstützt. „Wer bei so einer Kontrolle herausgewunken wird, muss als erstes Ausweis, Führerschein sowie die Fahrzeugpapiere vorlegen“, sagt Polizeikommissarin Julia Kruse. Zusätzlich wird die Pflichtausstattung des Autos, zu der Warnweste, Warndreieck und Verbandskasten gehören, sowie die TÜV-Plakette überprüft. Gibt es nichts zu beanstanden, darf man weiterfahren. „Die meisten Menschen sind sehr kooperativ und freuen sich, dass wir Kontrollen durchführen. Wir machen hier heute auch Öffentlichkeitsarbeit“, so Kruse.

Gibt es allerdings Auffälligkeiten, wie nervöses Zittern oder Gleichgewichtsstörungen, liegt ein begründeter Verdacht auf den Missbrauch von Drogen oder Alkohol vor, der weitere Tests rechtfertigt. Bei einem Vortest leuchten die Polizeibeamten dem Autofahrer mit einer Diagnostikleuchte ins Auge, um eventuelles Lidflackern festzustellen und zu sehen, wie die Pupille auf das Licht reagiert. Außerdem testen sie das Zeitgefühl und die Koordinationsfähigkeit.

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Bei Auffälligkeiten folgt ein Drogenschnelltest, bei dem eine Urinprobe auf verbotene Substanzen untersucht wird. Schlägt der Test an, ist eine Blutprobe erforderlich, die genauere Auskunft über den Konsum gibt. Ist der Drogentest positiv, muss der Autofahrer seinen Schlüssel der Polizei überlassen, sein Auto wird durchsucht und der Fahrer darf die nächsten 24 Stunden nicht mehr fahren.

„Das Fahren unter Drogeneinfluss ist eine Verkehrsordnungswidrigkeit, die eine Geldstrafe von 500 Euro€ nach sich zieht. Hinzu kommen Verwaltungsgebühren, so dass eine solche Fahrt ungefähr 1000€ Euro kostet“, sagt Polizeikommissarin Julia Kruse.

Da dem Konsumieren verbotener Substanzen ein Besitz der Drogen vorausgeht, wird auch ein Ermittlungsverfahren wegen Drogenbesitz eingeleitet.

Die Ergebnisse der Kontrolle will die Polizei am Dienstag mitteilen.

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