Sillenstede Tag und Nacht waren die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Sillenstede in den vergangenen Wochen im Einsatz: Sie haben geräumt, gehämmert und montiert, um den Umzug vom alten ins neue Feuerwehrgerätehaus zu bewältigen. „Fast bis zur Erschöpfung“, berichtete Ortsbrandmeister Markus Patschull.

Zahlen zum neuen Feuerwehrgerätehaus

Rund 1,5 Millionen Euro hat die Stadt Schortens sich den Neubau kosten lassen, darin enthalten sind 30 000 Euro Zuschuss vom Landkreis. Laut Bürgermeister Gerhard Böhling hat die Stadt den Bau aus Eigenmitteln und mit Darlehen finanziert: „Zu 1 Prozent Zinsen und mit 30 Jahren Laufzeit“, sagte er. Hätte nicht Theodor Kramer geplant, lägen die Kosten 8 bis 10 Prozent höher.

Die Grundfläche liegt bei 750 Quadratmetern, der umbaute Raum bei 3500 Quadratmetern, das Grundstück ist 3900 Quadratmeter groß.

Im Erdgeschoss befinden sich neben der Fahrzeughalle mit Einstellplätzen für die drei Fahrzeuge und den Anhänger im hinteren Anbau der Umkleidebereich, eine Atemschutzwerkstatt, Lagerraum und Werkstatt sowie Atemschutzgeräte-Werkstatt. Im Haupttrakt sind Sanitärbereich, Schulungsraum mit kleiner Küche und der Umkleidebereich für die Feuerwehrfrauen untergebracht.

Im Obergeschoss befinden sich das Büro des Ortsbrandmeisters, die Kleiderkammer aller drei Ortsfeuerwehren der Stadt und der Raum der Jugendfeuerwehr.

Auf dem Gelände sind 22 Parkplätze – einer mehr als gefordert. „Den reservieren wir für den Stadtbrandmeister“, scherzte Ortsbrandmeister Markus Patschull.

Doch nun ist der Umzug geschafft: Am Samstag wurde das neue Sillensteder Feuerwehrgerätehaus mit einer Feierstunde am Morgen und einem Tag der offenen Tür am Nachmittag eingeweiht und in offiziell in Betrieb genommen. „Auf Euch ist einfach immer Verlass. Und darauf bin ich unendlich stolz“, lobte Patschull seine 38 Einsatzkräfte.

Neben den Sillensteder Kameradinnen und Kameraden waren Abordnungen der beiden weiteren Schortenser Feuerwehren samt Stadtbrandmeister Egon Onken und seinem Stellvertreter Timm Harms, Abordnungen aus Jever, dem Wangerland, Sande und Wilhelmshaven sowie Kreisbrandmeister Gerd Zunken zur Einweihung gekommen; außerdem Bürgermeister Gerhard Böhling, Vertreter des Stadtrats, Theodor Kramer und Thomas Kohlrenken aus dem Bauamt, Landrat Sven Ambrosy und Vertreter der Vereine und Institutionen Sillenstedes. Sie alle hatten Geschenke und gute Wünsche für die Ortswehr dabei.

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Besonders stolz auf das neue Gerätehaus kann Schortens’ Bauamtsleiter Theodor Kramer sein: Von Haus aus Architekt, hat er den Neubau gemeinsam mit der Feuerwehr geplant und konzipiert, sein Kollege Thomas Kohlrenken hat die Maßnahme als Bauleiter begleitet. „Die Zusammenarbeit war klasse: Wir haben jede Steckdose und jeden Wasserhahn zusammen ausgesucht“, sagte Kramer. Alles sei sehr reibungslos über die Bühne gegangen.

Und weil ein Feuerwehrhaus einen roten Hahn auf dem Dach braucht, brachte Kramer als Geschenk eine Wetterfahne mit.

„Der Hahn war übrigens in den Baukosten drin“, meinte Bürgermeister Gerhard Böhling schmunzelnd: Geplant hat die Stadt mit einem Kostenvolumen von 1,5 Millionen Euro, zurzeit liege man sogar noch etwas darunter. „Dieser Betrag ist nicht hoch angesetzt – wir haben sehr kostengünstig gebaut. Und zwar ohne zu sparen“, betonte Böhling. Möglich gewesen sei das, weil das Bauamt die Planungsarbeit und die Begleitung der Umsetzung komplett übernommen hat.

„Die Freiwillige Feuerwehr ist uns lieb – und nicht zu teuer“, betonte Böhling: „Ihr seid stets bereits, für die Bürgerinnen und Bürger in Schortens einzuspringen. Und was Ihr von uns bekommt, das bekommt Ihr nicht geschenkt, sondern habt es verdient.“

Stadtbrandmeister Egon Onken und sein Stellvertreter Timm Harms lobten das neue Feuerwehrgerätehaus als „auf modernstem Stand und sehr hochwertig gearbeitet“. Sie dankten dem Stadtrat und Theodor Kramer und seinem Team für die Umsetzung.

„Was hier gebaut wurde, erfüllt alle Vorschriften und steht optimal da“, sagte auch Kreisbrandmeister Gerd Zunken. Auch Landrat Sven Ambrosy gratulierte zum neuen Gebäude.

-> Schortens, Seite 32


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Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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