Schortens Personalprobleme, wie man es inzwischen häufig aus anderen Orten hören kann, haben die drei Ortswehren in Schortens an keiner Stelle. Das hob Stadtbrandmeister Egon Onken in seinem Bericht bei der Jahreshauptversammlung hervor. Die Einsatzabteilung liegt mit 147 Mitgliedern in den drei Ortswehren Schortens, Accum und Sillenstede deutlich über der Sollstärke. Und auch alle drei Jugendabteilungen sind mit 51 Mitgliedern voll besetzt – in allen drei Wehren gibt es Wartelisten. Das spricht nicht nur für ein gutes Klima bei der Freiwilligen Feuerwehr Schortens, sondern auch für eine insgesamt gute Zusammenarbeit.

Ehrungen

Geehrt wurden für
 25 Jahre in der Feuerwehr: Daniel Hofsommer, Christoph Koch, Christoph Bode, Dirk Hoffmann, Sven Janßen, Oliver Bents
 40 Jahre: Olaf Lemke, Frank Jürgens, Carsten Conrads, Andreas Böhm, Kurt Quader
 60 Jahre: Günter Janßen, Jürgen Hagestedt, Wolfgang Conring

Mit 229 Einsätzen haben die Wehren 2019 ein stattliches Pensum geleistet. Dabei sind die Brandeinsätze insgesamt zurückgegangen – außer die Großbrände. Drei Großbrände hatten die Wehren zu bewältigen: Im Februar stand ein Dachstuhl am Heideweg in Flammen, im April drohte das Feuer von einer Hecke aufs Haus überzugreifen und im Juni stand ein Auto in einer Schrauberwerkstatt in Flammen. Schlimmeres konnte dort verhindert werden, weil der Mechaniker das brennende Auto ins Freie schoben.

Nach wie vor sehr ärgerlich sind die Fehlalarme. Besonders skurril war der Fall einer offensichtlich verwirrten Frau, die innerhalb weniger Tage 16-mal wegen Gasgeruchs die Feuerwehr alarmiert hatte. Das bedeutet dann, dass die Wehr in voller Ausrüstung ausrücken muss – für nichts und wieder nichts.

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Darüber hinaus reichten die Einsätze von einer Mutter, die sich ausgesperrt hatte, während ihr Kind in der Wohnung war, über eine „unklare Rauchentwicklung“ im Bowling-Center bis zu einem Kalb und einem Reh im Graben.

Hinweise gab Onken auch zum Umgang mit Elektrofahrzeugen: Die Feuerwehrleute könnten bei einem Unfall fast genau so vorgehen wie bei Verbrennern. Man hat Versuche gemacht und festgestellt, dass sich das Hochvoltnetz im E-Fahrzeug bei einem Unfall automatisch abschaltet und das Auto dann nicht in Brand gerät.

Ein großes Problem ist Hinterbebauung in zweiter Reihe. Hier zeigte Onken mit Fotos, dass es in vielen Fällen fast unmöglich ist, mit Einsatzfahrzeugen die Häuser zu erreichen, da viele Zufahrten deutlich zu schmal sind.

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