Schortens Eine Drehleiter für die Schortenser Ortswehr ist für Rat und Verwaltung aktuell kein Thema. Mittelfristig – in fünf bis zehn Jahren – könnte bei entsprechender Entwicklung von Innenstadt und Gewerbegebieten die Anschaffung einer Drehleiter allerdings sinnvoll werden. Dafür sollten frühzeitig Rückstellungen gebildet werden, empfahl Schortens’ Ordnungsamtsleiter Thomas Berghof im Fachausschuss für Soziales, Ordnung und Verkehr.

Wie berichtet, hatte Stadtbrandmeister Egon Onken die Anschaffung einer Drehleiter für die Schortenser Ortswehr vor einigen Monaten angesprochen. Inzwischen hat die Verwaltung geprüft, wie oft und bei welchen Gelegenheiten ein solches Fahrzeug von den Nachbarwehren aus Jever oder Wilhelmshaven angefordert werden musste, welche Anschaffungs- und Folgekosten auf die Stadt zukämen und wie die rechtlichen Verpflichtungen der Stadt aussehen.

Tatsächlich wurde eine Drehleiter in den vergangenen fünf Jahren elfmal angefordert, in acht Fällen kam sie zum Einsatz – davon zweimal als Tragehilfe zur Rettung von Verletzten oder Erkrankten aus Obergeschossen mithilfe des Drehleiterkorbs. Allen noch in Erinnerung ist der Großbrand der Wohnanlage Grön Winkel Ostern 2014 – damals rückten sogar drei Drehleitern aus Jever, Wilhelmshaven und Varel an.

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Die Ortswehr Schortens ist aktuell mit Einsatzfahrzeugen gut ausgestattet – sogar über das Mindestmaß hinaus, so Berghof. Eine Drehleiter würde die Stadt rund eine Million Euro kosten – auch wenn Stadtbrandmeister Onken „nur“ rund 650 000 Euro ermittelt hat. Hinzu kämen allerdings Umbaukosten beim Feuerwehrhaus von ca. 250 000 Euro plus jährliche Wartungskosten für das Fahrzeug von rund 15 000 Euro.

Bürgermeister Gerhard Böhling wie auch die Ratsmitglieder sahen im Fachausschuss zwar keinen akuten Handlungsbedarf, Böhling riet aber dazu, das Thema nicht aus den Augen zu verlieren: „Schortens entwickelt sich. In ein paar Jahren kann das ganz anders aussehen.“

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Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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