Schortens Angebliche Polizisten haben einen 79-Jährigen aus Schortens mit einer perfiden Masche um eine fünfstellige Summe betrogen: Aufgeflogen ist der Betrug, weil der alte Mann in der Polizeiwache Schortens am Donnerstag die „Polizeibeamten“ Wagner oder Borowski sprechen wollte. Doch Mitarbeiter mit diesem Namen hat die Polizei nicht.

Der 79-Jährige berichtete, dass er am 25. Februar den ersten Anruf des Polizisten Borowski erhalten hat. Der angebliche Polizist informierte ihn, dass es in seiner Nachbarschaft einen Raubüberfall gegeben hätte – bei den Tätern aus Rumänien sei eine Namensliste gefunden worden, auf der auch er stehe.

Bei Anrufen misstrauisch sein!

Die Polizei weist darauf hin, dass Polizeibeamte niemals derartige Anrufe tätigen. Sie appelliert an alle, bei Anrufen durch angebliche Polizisten stets misstrauisch zu sein und direkt selbst die Polizei zu informieren.

Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland bietet kostenlose Beratungen an:
 Katja Reents (Wilhelmshaven), Tel. 04421/ 942 108
 Eugen Schnettler (Varel), Tel. 04451/923 146
 Tanja Horst (Jever), Tel. 04461/ 92 11 181.

Weiter erklärte der angebliche Polizist, dass der Mann ab sofort unter Polizeischutz stehe: Ihm wurde eine „abhörsichere Telefonnummer“ mitgeteilt, unter der er den Ermittler Wagner erreiche.

Der angebliche Borowski ermahnte den Schortenser zum Stillschweigen. Einige Tage später rief dann „Wagner“ an riet dem 79-Jährigen, sein Geld von der Bank in Sicherheit zu bringen: Denn bei der Bank gebe es Komplizen der rumänischen Bande. Das Geld sollte der Mann besser in einem Schließfach verwahren.

Nach weiteren Anrufen mit konkreten Anweisungen ging der 79-Jährige schließlich zur Bank, löste sein Sparkonto auf und nahm die fünfstellige Summe mit nach Hause.

Erneut rief „Wagner“ an und behauptete, bei dem Geld könnte es sich um Falschgeld handeln: Er wies den Senior an, das Geld in einer Plastiktüte zur Abholung durch die Polizei in seine Restmülltonne zu legen. Und der tat das.

Seitdem hat der 79-Jährige nichts mehr von Borowski und Wagner gehört – deshalb kam er zuletzt ins Kommissariat, um nachzufragen.

Die Polizei sucht Zeugen: Wer hat zwischen 25. Februar und 1. März im Bereich des Klosterwegs auffällige Personen oder Fahrzeuge bemerkt? Hinweise ans Kommissariat Jever, Tel. 04461/92 110.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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