Schortens Die Freiwillige Feuerwehr Schortens warnt vor Unkrautentfernung mit Gasbrennern: In den vergangenen Tagen hatten die Ortswehren zwei Brand-Einsätze in Schortens, deren Ursache eine thermische Unkrautvernichtung war, teilt der stellvertretende Ortsbrandmeister Dirk Heuer mit.

„Bei beiden Einsätzen sind Thujahecken in Brand geraten“, so Heuer. Auch wenn es geregnet hat, nehmen diese Hecken im Inneren kaum Feuchtigkeit auf, so die Feuerwehr. Thujen haben braune, extrem leicht entzündbare Stellen. Und sie enthalten ätherische Öle, die die Brandgefahr noch verstärken. „Wenn sie ausgetrocknet sind, brennen sie ähnlich gut wie ein Weihnachtsbaum oder Adventskranz, der mehrere Tage im Wohnhaus steht. Aufgrund der ätherischen Öle sind Thujen leichter entflammbar, als viele meinen“, so Heuer.

Und deshalb sollten Gartenbesitzer davon absehen, zum Entfernen von Unkraut Gasbrenner in der Nähe von Thujahecken zu verwenden. Denn auch die trockenen Nadeln, die unter den Hecken liegen, können einen Brand beschleunigen.

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„Auch wenn Sie Präventionsmaßnahmen treffen, wie sie in einigen Internetforen vorgeschlagen werden, können Sie eine Ausbreitung des Brandes durch Löschen mit einem Gartenschlauch nicht zu 100 Prozent gewährleisten“, warnt die Feuerwehr: Die Wassermenge, die durch ein Gartenschlauch fließt, reicht meist nicht aus, um einen Brand kontrollieren zu können.

Die Brandermittler der Polizei haben am Donnerstag das Haus Am Garten in Schortens in Augenschein genommen, das am Mittwoch beim Brand einer Thujahecke stark beschädigt wurde. Das Ergebnis: Auslöser des Dachstuhlbrands war der vorherige Einsatz eines Gasbrenners zur Unkrautbeseitigung.

Wie berichtet, war am Mittwoch-Nachmittag bei der Unkrautentfernung per Gasbrenner durch den 75-jährigen Bewohner die an der Terrasse stehende Thujahecke in Brand geraten. Die Flammen griffen über die hölzerne Einfassung der Terrasse aufs Dach des Wohnhauses über. Der Mann versuchte noch, das Feuer selbst zu löschen.

Bei Eintreffen der Feuerwehr stand der Dachstuhl jedoch bereits in Flammen. Die Feuerwehr-Kräfte evakuierten den Mann sofort aus dem Garten, retteten die 81 Jahre alte Frau aus dem Haus und der stellvertretende Stadtbrandmeister Timm Harms holte auch noch den Hund aus dem Untergeschoss und brachte ihn in Sicherheit.

Die Seniorin wurde durch Rauchgase leicht verletzt und vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.

Das Haus ist derzeit nicht bewohnbar, die beiden Senioren und der Hund kommen bei Angehörigen unter; die genaue Schadenshöhe kann derzeit nicht näher beziffert werden. Die Polizei hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung aufgenommen.

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Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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