Jever Auf 50.000 Kilometer hatten Jevers Fahrradbeauftragter Ingo Borgmann und Jörg Schwarz von der Stadt als Ergebnis für das 3. Stadtradeln in Jever gehofft. Schon allein damit wäre ein neuer Rekord erreicht gewesen – deutlich mehr als einmal um die Erde mit 40.075 Kilometer. Das hatten die Jeveraner Radler mit 45 991 Kilometern schon beim ersten Stadtradeln vor drei Jahren locker geschafft.

Jever in Zahlen


 64 671 zurückgelegte Kilometer, damit hat Jever im Landkreis Friesland die Nase vorn. Auch bei den gefahrenen Kilometern pro Einwohner liegt Jever mit 4,55 vor den anderen Kommunen im Landkreis.
 Gerechnet auf die Einwohnerzahl und die gefahrenen Kilometer liegt Jever statistisch auch vor großen Metropolen wie der Region Hannover (1,61 gefahrene Kilometer pro Einwohner), Berlin (0,59 Kilometer pro Einwohner) oder der Metropole Ruhr (0,46 Kilometer pro Einwohner).

 Die gefahrenen Kilometer für Jever verteilen sich auf 226 Radler, davon 16 Parlamentarier.
 Damit wurden laut Kampagne 9183,3 Kilogramm CO2 vermieden.
 Jever liegt damit auf Platz 229 von 1063 teilnehmenden Kommunen in Deutschland.

Dritte Auflage für Jever

Umso größer war die Freude, als das Ergebnis für dieses Jahr feststand: „64 671 Kilometer sind die Radler aus Jever gefahren“, sagt Jörg Schwarz am Donnerstag bei der Vorstellung der Zahlen voller Stolz. Gemeinsam mit Ingo Borgmann hatte er das Stadtradeln 2017 aus der Taufe gehoben. Jever war die erste Kommune im Landkreis Friesland, die sich an der bundesweiten Kampagne beteiligt hatte. Drei Wochen lang waren die Jeveraner, damals wie heute, aufgerufen ihr Auto stehen zu lassen und per Rad Kilometer zu sammeln. Diesmal sind 226 Radler, davon 16 aus dem Stadtrat, der Aufforderung gefolgt. „Mit diesem tollen Ergebnis haben wir nicht gerechnet“, sagt Schwarz. „Das Stadtradeln hat alle Erwartungen übertroffen“, sagt Jevers Bürgermeister Jan Edo Albers. „Wir sind gut zufrieden und sehen einen positiven Trend, der hoffentlich auch in den kommenden Jahren anhält.“

Jörg Schwarz appellierte noch einmal an alle Radfahrer, die regelmäßig in Jever mit dem Drahtesel unterwegs sind, sich an der Kampagne zu beteiligen. „Ich weiß, da ist noch Luft nach oben. Es gibt so viele Radfahrer in der Stadt, die noch nicht mitmachen“, meint er. Die Teilnahme an der Kampagne und die gefahrenen Kilometer mit dem Rad seien auch ein wichtiges Zeichen an Rat und Verwaltung. „Damit zeigen die Radfahrer, dass Jever eine Radfahrstadt ist und dass eine entsprechende Radinfrastruktur gefordert ist“, betonte er.

Lob für Rolli-Rad-Projekt

Besonderes Lob gab es für die engagierten Wind- und Wetterradler und für das Rollstuhlfahrrad vom Projekt Sophie (siehe Infobox). „Das sind tolle Kilometer-Leistungen und das Rolli-Rad wird super angenommen“, sagte Albers. Die Ehrenamtlichen vom Projekt Sophie seien jeden Tag mit dem Rad unterwegs gewesen. „Das ist ein Vorzeigeprojekt“, sagte Albers.

Laut Kampagne haben die Jeveraner in drei Wochen Stadtradeln übrigens 9183,3 Kilogramm CO2 eingespart.

Für 2020 plant die Stadt bereits an einer geführten Radtour in die Natur mit vielen Infos über Moor und Geest. „Wir wollen bei der Tour nicht nur Kilometer sammeln, sondern den Radfahrern auch etwas kulturelles bieten“, sagt Jörg Schwarz. Er hofft, dass die Tour gut angenommen wird und wieder viele Radfahrer für Jever in die Pedale treten werden.

Zudem soll es zu 30 Jahre Städtepartnerschaft Jever-Zerbst 2020 eine Radtour zwischen Jever und Zerbst über mehrere Etappen geben – nicht alle müssen mit dem Rad bewältigt werden und beide Bürgermeister wollen, zumindest abschnittsweise, mitfahren. „Das wird eine spannende Sache“, meint Jan Edo Albers.

Rahel Wolf Agentur Hanz / Redaktion Jever
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