JEVER In der Ortswehr Jever herrscht nicht nur Friede und Eintracht. Das wurde am Freitag bei der Jahreshauptversammlung von Orts- und Stadtwehr im Schützenhof deutlich, als Ortsbrandmeister Stefan Uber mit Blick auf seinen Rücktritt vom Amt Ende Mai ein kurzes Resümee seiner Zeit als Ortsbrandmeister zog. „Ich wünsche meinem Nachfolger Olaf Rieken, dass es ihm gelingt, eine klare Linie in die Wehr zu bringen“, sagte Uber. Er hoffe, dass die Kameraden ihn unterstützen, die Kameradschaft zu erhalten.

Wie berichtet, tritt Uber aus beruflichen und familiären Gründen vom Amt des Ortsbrandmeisters zurück. Offenbar hatte es in der Feuerwehr aber auch Reibereien gegeben, u. a. war ihm angekreidet worden, dass er nicht zu jedem Treffen erschienen war. „Als Selbstständiger hat man eben auch noch mit seinem Betrieb zu tun“, sagte Uber.

In seinem Jahresbericht ging der scheidende Ortsbrandmeister auf 98 Einsätze im vergangenen Jahr ein. 5690 Stunden waren die 63 aktiven Kameradinnen und Kameraden im Dienst. „Unsere Feuerwehr ist stets einsatzbereit: Bei einer Alarmierung haben wir tagsüber innerhalb kürzester Zeit 15 Kameraden vor Ort. Das erste Fahrzeug verlässt die Feuerwache knapp drei Minuten nach Alarmierung“, betonte Uber.

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Zwar sei die Zahl der Einsätze 2008 etwas weniger gewesen, doch habe die Belastung wegen veränderter Einsatzschwerpunkte zugenommen, sagte Uber mit Blick auf Verkehrsunfälle, Einsätze auf der Mülldeponie und bei Biogas-Anlagen. Eine Hilfe sei die Einrichtung der Ausbildungsgruppe Gefahrgut, die der Landkreis Friesland vor zwei Jahren ins Leben gerufen hat. „Unsere Ausbildungsgruppe ist fit, wir hoffen, bei den anderen Ortswehren auch – denn das Gefahrenpotenzial wird mit dem Bau des Jade-Weser-Ports nicht geringer werden“, so Uber.

Jevers Stadtbrandmeister Hans-Hermann Specht dankte insbesondere der Stadt Jever, die sich nach Möglichkeit bemühe, die Feuerwehr mit allem Notwendigen auszustatten. So wird bis Ende 2010 ein neuer Mannschaftstransportwagen angeschafft. Jevers Bürgermeisterin Angela Dankwardt gab den Dank zurück und würdigte Einsatzbereitschaft und Motivation der Wehr.

Landrat Sven Ambrosy berichtete von der Einrichtung der neuen Leitstelle in Wilhelmshaven: Im Mai wird sie probeweise den Betrieb aufnehmen, am 1. Juli steht die Gründung des Zweckverbands Leitstelle Friesland-Wilhelmshaven an. Kreisbrandmeister Reinhard Oncken hob als Vorteil hervor: „Wir haben künftig nicht mehr nur eine Ein-Mann-Leitstelle, sondern rund um die Uhr Schichtbetrieb“, sagte er. Aber auch Kritik brachte er an: Die Feuerwehr Jever habe als eine der größten Wehren Frieslands mit 21 Mädchen und Jungen eine sehr kleine Jugendwehr.

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Melanie Hanz Redakteurin / Gesamtleitung Friesland
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