Grabstede „Man merkt ja oft gar nicht, dass man übers Ohr gehauen wurde“, sagte Christel Bartelmei vom Präventionsrat der Gemeinde Bockhorn am Donnerstag im Grabsteder Hof. Gemeinsam mit Heide Brunken und Maren Horeis vom Sozialverband VdK Bockhorn hatte sie die Theatergruppe „Silbermöwen“ der Landesbühne Nord aus Wilhelmshaven eingeladen. Die Laienschauspieler brachten dem überwiegend älteren Publikum mit ihrem Stück „Augen auf“ den Schutz vor Kriminalität im Alltag näher.

Es ging beispielsweise um Trickdiebe, die unter allerlei Vorwänden versuchten, in die Wohnung zu kommen. Da musste ein netter und sehr freundlicher Handwerker in der Wohnung von Oma Böck Wasserproben nehmen, er bekam Einlass und ging mit ihr in die Küche. Allerdings hatte er seine Werkzeugtasche vor der Tür vergessen und musste sie holen.

Natürlich ließ er die Tür auf und so konnte sein Komplize sich in der Wohnung umsehen, während der Handwerker die Oma im Blick hatte. Ein weiterer unangemeldeter Besucher machte eine belanglose Umfrage und sagte dann: „Sie müssen noch hier unterschreiben.“ Hinterher freute er sich: „Wieder ein Zeitschriftenabo verkauft.“ Auch falsche Polizisten tauchten auf, ebenso wie die Nachbarn einer entfernt wohnenden Tochter. Es ging um Gefahren an der Haustür, Vortäuschen einer persönlichen Beziehung, Haustürgeschäfte und Gefahren am Telefon.

Die Zuschauer konnten durch einen „Stopp-Ruf“ in das Spielgeschehen eingreifen und zeigen, wie man eventuell vorsichtiger und sicherer mit der jeweiligen Situation umgeht. Zu jeder dargestellten Szene gab der Präventionsbeauftragte des Polizeikommissariats Varel, Eugen Schnettler, erläuternde Hinweise. Die Kriminellen sind meist gut vorbereitet, haben gründlich recherchiert und so kommen sie mit ihren Lügen und Täuschungen oft leicht an ihr Ziel. Wenn es an der Tür klingelt, sollte man sich den Dienstausweis zeigen lassen, die Tür wieder schließen und telefonisch bei der Dienststelle nachfragen, ob das seine Richtigkeit hat. Hierbei sei es wichtig, die Nummer selbst rauszusuchen und nicht eine vom Täter genannte Telefonnummer anzurufen. Wenn einem etwas verdächtig vorkommt, sollte die Notrufnummer 110 gewählt werden.

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