Grabstede Das neue Feuerwehrhaus für die Freiwillige Feuerwehr in Grabstede nähert sich seiner Fertigstellung. Im Herbst soll die Sanierung des alten Gebäudeteils abgeschlossen sein. Dann stünde den Feuerwehrkameraden endlich der gesamte Bau zur Verfügung. „Wir liegen gut im Zeitplan“, erklärte Bockhorns Bürgermeister Andreas Meinen bei einer Begehung der Baustelle.

Noch muss sich die Feuerwehr mit dem Platz in der neuen Fahrzeughalle begnügen. Um die Einsatzbereitschaft der Wehr zu gewährleisten wurde zuerst die neue Fahrzeughalle gebaut und dann mit der Sanierung des Altbaus begonnen. Das führt aber auch dazu, dass die Fahrzeughalle momentan zugleich Versammlungsraum ist, sich Kameraden und Kameradinnen einen Umkleideraum teilen müssen und der Platz für den Feuerwehrnachwuchs äußerst begrenzt ist.

„Wir haben derzeit auch kein Lager“, erklärte Grabstedes Ortsbrandmeister Stephan Lehmann. Alle Utensilien der Wehr, die nicht notwendig sind, um im Ernstfall zu bestehen, seien daher weit verteilt. „Während der Bauphase ist das alles etwas improvisiert“, sagt Lehmann.

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Eine frühere Garage, die nun den Zwischenbereich von Neubau und Altbau darstellt, dient nun als Übergang vom so genannten Schwarzbereich in den Weißbereich. In ersterem geben die Feuerwehrleute nach einem Einsatz unter anderem ihre gebrauchten Atemschutzgeräte ab, im Weißbereich werden sie wieder für den nächsten Einsatz flott gemacht und gereinigt.

In der alten Fahrzeughalle, die zu klein für die neuen Fahrzeuge wurde, wird nun ein Schulungsraum eingerichtet. Dazu werden unter anderem neue Wände eingezogen. Dort, wo vorher die Kameraden ihre Ausrüstung aufbewahrt haben entsteht so ein Flur mit Garderobe und eine kleine Küche.

In den dahinterliegenden Räumen ist dann noch jede Menge Platz für die Jugendfeuerwehr. Auch das Obergeschoss – früher einmal eine Einliegerwohnung – wird beispielsweise von der Kinderfeuerwehr genutzt. Neben den 42 aktiven Mitgliedern sind in der Grabsteder Wehr auch 20 Jugendliche und 15 Kinder sowie 14 Alterskameraden organisiert.

Dass das alte Gebäude weiter genutzt werden kann, ist laut Bürgermeister Meinen ein echter Glücksfall. So viel Platz hätte man in einem Neubau aus Kostengründen sicherlich nicht gehabt, sagt er.

„Ein Vorteil ist auch, dass wir den alten Schlauchturm weiter nutzen können, um die Schläuche zu trocknen“, so Meinen. Neue Schlauchtürme seien teuer. Und die Schläuche nach jedem Übungsabend zur Feuerwehrtechnischen Zentrale in Jever zur Trocknung zu fahren, wäre ein zusätzlicher Aufwand, den man sich so sparen könne.

Böse Überraschungen habe man während der Sanierungsarbeiten nicht erlebt, erklären Arno Frerichs vom Bockhorner Bauamt und Jasmin Wefer vom Planungsbüro Kieselhorst und Piltz. Das sei der umfassenden vorangegangenen Erkundung des Baus zu verdanken. Die gesamten Sanitäranlagen, die Elektrik und die Heizung werden ausgetauscht. Die Heizungsanlage wird zudem aus dem Keller ins Erdgeschoss verfrachtet, weil dort mehr Platz ist.

Daher rechne man auch damit, im Rahmen der für die Arbeiten veranschlagten 1,2 Millionen Euro zu bleiben. Derzeit sehe es sogar eher danach aus, als ob diese Summe unterschritten wird.

Wenn im Herbst alle Arbeiten abgeschlossen sind, können sich die Mitglieder der Feuerwehr nicht nur über eine neue Bleibe, sondern auch noch über ein neues Fahrzeug freuen. Im Herbst soll nämlich auch das neue Löschgruppenfahrzeug LF10 ausgeliefert werden, dass dann seinen Platz in der bis dahin hoffentlich ausgeräumten neuen Fahrzeughalle findet.


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Christopher Hanraets Redakteur / Redaktion Varel
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