Etzel Ein Lastwagen mit Tankanhänger und ein Kleintransporter mit offener Ladefläche kollidieren, der Fahrer und der Beifahrer sitzen im Führerhaus fest, ein Ersthelfer liegt verletzt am Straßenrand, ein weiterer schwer verletzt unter dem Transporter. Mit schwerem Atemschutz und mit Chemikalienschutzanzügen machten sich zwei Feuerwehrleute, Mitglieder der Gefahrgutzüge Norden und Sandhorst, ein Bild von der Lage. Ein grauenhaftes Szenario, doch zum Glück nur eine Übung: Bei der Großübung auf den Straßen in Etzel kamen die Gefahrgutzüge mehrerer Feuerwehren zum Einsatz und probten den Ernstfall.

Sieben Monate hatte die Ausarbeitung der Übung gedauert, entsprechend aufwendig war das Szenario.

Bei dem zweiten Gefahrgutunfall hatte ein Saugwagen im Vorfeld salpetersäurehaltige Flüssigkeit abgesaugt. Durch Unachtsamkeit wurde auch Natronlauge mit abgesaugt. Beide Stoffe reagieren unter Wärmeeinwirkung miteinander und bilden Nitrose-Gase. Der Überdruck im Tank ließ ein Ventil und einige Schweißnähte reißen – so das erschreckende Szenario. Personen wurden durch das ätzende Gemisch verletzt, weitere durch die Nitrosen-Gase. Zum Einsatz kamen die Gefahrgutzüge aus Leer und Emden, unterstützt durch den ABC-Zug aus Aurich und dem DRK Aurich und Emden.

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Um die Übung realitätsnah zu gestalten, hatte der Pyrotechniker Ralf Fremy verschiedene Nebelraketen gezündet. Das Schminkteam des DRK Esens und Marx konnte die Statisten der Ortsfeuerwehr Berdum mit echt wirkenden Wunden versehen. Zur besseren Orientierung wurden Lotsen von den hiesigen Feuerwehren gestellt, damit die eingeladenen Gefahrgutzüge ohne große Umwege in die Bereitstellungsräume und anschließend in die Einsatzabschnitte gelangen konnten. Die Technische Einsatzleitung des Landkreises Wittmund (TEL) koordinierte und protokollierte das komplette Einsatzgeschehen.

Wittmunds Kreisbrandmeister Frank Gerdes bedankte sich bei den Einsatzkräften aller Feuerwehren sowie dem Deutschen Roten Kreuz für die Bereitschaft zu dieser groß angelegten Übung. Im Großen und Ganzen zeigten sich Übungsleiter und Gefahrgutzugführer Horst Julius sowie der Kreisbrandmeister mit dem Verlauf der Aktion zufrieden.

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