SANDE „Eigentlich bin ich schon 1945 mit 15 Jahren in die Feuerwehr eingetreten. Aber als der Krieg zu Ende ging, wollte meine Mutter keinerlei Uniform im Haus haben und brachte meine Uniform weg. Es hat dann bis 1947 gedauert, ehe ich wieder zur Feuerwehr kam.“ So beschreibt Horst Hinz aus Sande seine Anfänge bei der Feuerwehr.

Für diese Treue erhielt er auf der Jahreshauptversammlung die Ehrenmedaille des Niedersächsischen Landesfeuerwehrverbandes.

Zwischen diesen beiden Zeitpunkten liegt für Rolf Hinz ein langes Leben, in dem immer die Feuerwehr eine wichtige Rolle spielte. „Bei uns stand das erste F immer für Feuerwehr und dann erst kam das zweite F für Familie“, wirft seine Frau ein, die seine Aktivitäten immer aktiv unterstützt hat.

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„Wir hatten damals natürlich nicht annähernd die Ausrüstung, die heute selbstverständlich ist. Wir waren froh, dass wir überhaupt ein Fahrzeug hatten. Allerdings mussten wir das meistens erst anschieben, wenn wir zu einem Einsatz ausrückten“, schildert er die Verhältnisse nach 1947. Damals mussten häufig Brände auf Bauernhöfen rund um Sande gelöscht werden. So schätzt er, dass fast jeder Bauernhof in der Umgebung einmal mit einem Brand zu kämpfen hatte.

Eines seiner intensivsten Erlebnisse war ein Brand in einem Heizungstunnel zwischen der Sander Kirche und dem Kirchturm. „Pastor Kamplade hatte Tränen in den Augen und fürchtete um seine Kirche. Aber es gelang uns, den Brand zu löschen, ohne dass die Kirche zu Schaden kam.“ Die Freude über diesen Erfolg ist Rolf Hinz noch heute anzusehen. In den folgenden Jahren durfte die Feuerwehr ihre Weihnachtsfeiern im Gemeindehaus abhalten und Pastor Kamplade brachte eigenhändig einen Liter Rum vorbei.

Stolz ist er auch auf seine Zeit als Ortsbrandmeister von 1969 bis 1988. In dieser Zeit haben sich die Aufgaben der Feuerwehr grundlegend geändert: Brandeinsätze wurden weniger und Einsätze zur Hilfeleistung und bei Verkehrsunfällen wurden häufiger – die Feuerwehr musste sich den neuen Aufgaben stellen.

Unter seiner Regie wurde ein neues Fahrzeug angeschafft. Dazu musste das Feuerwehrhaus ausgebaut werden. Rolf Hinz setzte sich dafür ein, nicht nur eine Garage anzubauen, sondern auch gleich einen Unterrichtsraum und eine Werkstatt zu errichten. Damit war die Feuerwehr für die neue Zeit gut aufgestellt.

„Ich war ein strenger Ortsbrandmeister. Ich bin nur einmal einstimmig wiedergewählt worden.“ Darauf ist Rolf Hinz stolz. Wenn Not am Mann war, konnte man sich auf ihn verlassen: So ist wohl das herausragendste Ereignis seiner Zeit die Schneekatastrophe 1979. „Fünf Tage waren wir rund um die Uhr im Einsatz. Wir mussten Haushalte und öffentliche Gebäude mit Öl versorgen, Wasser für das Vieh heranschaffen, den Hubschrauberlandeplatz beleuchten, Dialysepatienten ins Krankenhaus transportieren. Wir haben sogar mit einem beschlagnahmten Radlader eine werdende Mutter ins Krankenhaus gefahren.“ Er kann unzählige Geschichten erzählen, die inzwischen zur Geschichte Sandes gehören.

1992, nach vier Jahren als Gemeindebrandmeister, war Schluss: Rolf Hinz hatte die Altersgrenze für den aktiven Dienst erreicht. Doch für ihn war damit nicht wirklich das Ende seiner Aktivitäten erreicht. Nach einer gewissen Zeit, in der er nicht zu den Treffen der Feuerwehr gehen mochte und ihm diese Treffen doch fehlten, suchte und fand er eine neue Aufgabe: Er baute die Altersabteilung auf, pflegte Freundschaften zu anderen Feuerwehren und ist damit bis heute aktiv im Feuerwehrleben verwurzelt.

„Wir pflegen die Kameradschaft untereinander, besonders wichtig ist uns, auch die Frauen einzubeziehen“, sagt er. Es werde großen Wert darauf gelegt, die Frauen Verstorbener nicht allein zu lassen. „Überhaupt haben die Feuerwehrfrauen eine ganz wichtige Rolle: Ohne ihre Unterstützung wäre der Einsatz überhaupt nicht möglich.“

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