Varel Jessica Gerdes ist examinierte Krankenschwester. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Michael Sinn, der wie sie Notfallsanitäter ist, sitzt sie einen kleinen Kontrollraum im St.-Johannes-Hospital. Dort sind sie für das Reanimationsteam unsichtbar und steuern die Reaktionen einer Übungs-Puppe. Diese liegt im Aufwachraum der Klinik in einem Bett.

Dieser lebensgroße „künstliche Patient“ im Wert von 45 000 Euro kann nicht nur die Augen öffnen und schließen. An ihm lassen sich verschiedene Herzkreislauf-Stillstände simulieren. Defibrillatoren können angewendet, Spritzen, gesetzt, Kanülen gelegt und Infusionen angehängt werden.

Die Hightech-Patientenpuppe verfügt über einen tastbaren Puls, atmet, schwitzt, macht Herz- und Atemgeräusche. Sie kann sogar husten. Jessica Gerdes kann verschiedene Szenarien programmieren und diese während der Übung verändern. Das Ganze wirkt so realistisch, dass die Teilnehmer vergaßen, dass es nur eine Simulation war.

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Wenn Atmung und Herzschlag plötzlich aussetzen, ist schnelle Hilfe gefragt. Damit in einer derart kritischen und unvorhersehbaren Krisensituation jeder Handgriff sitzt, müssen derartige Szenarien immer wieder professionell trainiert werden.

2016 wurden insgesamt 45 Ärzte und Pflegende der Intensivstation und Anästhesie weitergebildet. Dabei geht es nicht vorrangig um das Anwenden medizinischer Techniken. Vielmehr lernen die Teilnehmer spezielle Methoden zum erfolgreichen Krisenmanagement.

Jede Aktion der zehnminütige Übung wurde aufgezeichnet. So kann genau nachvollzogen werden, wie effektiv die Herzmassage war, ob schnell genug und tief genug komprimiert wurde. „Diese Aufarbeitung führt den Teilnehmern immer wieder vor Augen, wie wichtig die Kommunikation untereinander ist“, erklärt Anästhesie-Facharzt Daniel Marx.

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