Bockhorn Der Großalarm im Bockhorner Ortskern am Freitagabend war eine umfangreiche Übung. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Bockhorn und Grabstede simulierten am Abend einen Brand in der St.-Cosmas-und-Damian-Kirche. Im Einsatz waren auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) aus Varel und Zetel sowie die Notfallseelsorge.

Nach dem Notruf „Rauchentwicklung in der Kirche“ kurz nach 17 Uhr empfing eine aufgeregt winkende Pastorin Ute Ermerling wenige Minuten später die ersten Einsatzkräfte vor der Kirchentür. Sie stellte sich bei der vom stellvertretenden Ortsbrandmeister Sven Grannemann und dem Zugführer Hergen Töben konzipierten Übung als Statistin zur Verfügung.

Das angenommene Szenario: Das Kirchenschiff ist stark verqualmt – und das während der Probe zum Krippenspiel der Jugendgruppe der evangelischen Kirchengemeinde. Alle zehn Kinder sind noch im Gebäude. „Zudem musste noch eine weitere Person im Keller gefunden werden“, erläuterte Sven Grannemann. Ein Mitarbeiter einer Sanitärfirma lag „bewusstlos“ im Heizungsraum. Er war bei einem Unfall während der Heizungswartung, der letztendlich das Feuer in der Kirche ausgelöst hatte, verletzt worden. Der Qualm hatte sich durch die Lüftungsschächte ausgebreitet, so die Annahme.

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Während die Kameraden der Ortswehr Bockhorn um Einsatzleiter Stefan Bieling die Rettung und Löscharbeiten in der Kirche übernahmen, stellten die Feuerwehrleute der Ortswehr Grabstede die Wasserversorgung her. Dazu legten sie eine Schlauchleitung von einem Bohrbrunnen auf dem Gelände des Combi-Marktes über den Marktplatz bis zur Kirche. „Das ist ein schwieriges Manöver“, sagte Sven Grannemann. Nach über einer Stunde war der Einsatz beendet.

Neben der Unterstützung der Helfer vom DRK, die die Versorgung der „Verletzten“ übernahmen, wurde bei der Übung auch der Notfallseelsorger eingebunden. Er wurde über die Leitstelle mitalarmiert. Die Idee dazu entstand in Gesprächen mit Pfarrer Michael Trippner.

Die Übung in einer Kirche ist auch für die Feuerwehrleute ein ungewöhnlicher Einsatz. Wie wichtig es ist, dort zu üben, haben zuletzt spektakuläre Brände in Gotteshäusern gezeigt. Dabei brannte zuletzt nicht nur die Kathedrale Notre-Dame in Paris, sondern in der Region auch die Kirche in Brake-Golzwarden.

Im September 2017 musste die Bockhorner Feuerwehr zu einem Brand in der Friedhofskapelle ausrücken. Ein 62-Jähriger hatte dort die Bänke zusammengeschoben und Feuer gelegt. Er wurde mittlerweile gefasst und verurteilt.

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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