VAREL Beim Entladen eines mit Chemikalien beladenen Lastkraftwagens beim Technologiezentrum in Varel ist am Sonnabend ein Tank verrutscht und klemmte den Fahrer ein, andere Tanks waren vermeintlich undicht, Giftstoffe tröpfelten auf die Straße. Dieses Szenario war glücklicherweise nur eine Übung. Der Gefahrenzug der Freiwilligen Feuerwehr des Landkreises Friesland probte am Sonnabend für den Ernstfall. Mehr als zwei Stunden lang waren fast 70 Rettungskräfte damit beschäftigt, die Folgen des „Unfalls“ zu beseitigen.

Erschwerend für die Beteiligten kam hinzu, dass eine vermeintliche Schülergruppe mit der vermeintlichen Gefahrgut-Flüssigkeit in Berührung kam. Nach der Alarmierung traf die Gefahrgutgruppe Süd, sie besteht aus Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren Obenstrohe, Varel, Borgstede, Bockhorn und Zetel, zuerst ein. Nach erster Lageeinschätzung wurde auch die Gefahrgutgruppe Nord, bestehend aus Kameraden aus Jever, Schortens und Wangerland, angefordert. Darüber hinaus wurde das Technische Hilfswerk (THW) und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) zum Einsatz gerufen.

Als erstes legten einige Kameraden die volle Schutzausrüstung an, um sich der Gefahrenstelle nähern zu können. Schnell wurden die Angaben auf den Tanks zur Leitstelle übermittelt, um den Grad der Gefährdung festzustellen. Gleichzeitig wurde die Dekontaminierungsanlage für die Jugendlichen errichtet. Im Laufe der Übung wurden die Kameraden in Chemikalienschutzanzügen immer mehr, da nicht länger als 20 Minuten in dieser Bekleidung gearbeitet werden darf. Der Fahrer wurde geborgen und konnte versorgt werden. Das THW sorgte für Strom und warmes Wasser und stellte den gereinigten Jugendlichen Kleidung zur Verfügung.

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Die Planungen für diese Übung hatten die Kameraden Maik Eilers und Volker Sermond übernommen. Jeder Schritt musste genau durchdacht sein. Kam es doch auf das Zusammenspiel der verschiedenen Rettungskräfte untereinander an. Zum Ende bescheinigten die Verantwortlichen allen Beteiligten, dass diese Übung ruhig angelaufen sei und alles reibungslos funktioniert hat und dankten der Papier- und Kartonfabrik für die Bereitstellung der Tanks und dem Transportunternehmen Albers für das „Unfallfahrzeug“. Die Einbeziehung der Statisten von der Jugendfeuerwehr und vom DRK hatte realitätsnahes Üben ermöglicht. Als Beobachter der Großübung waren Gefahrenverantwortliche von Verwaltungen und Feuerwehren, auch aus dem Ammerland, Wesermarsch und Oldenburg, anwesend.

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