Petersgroden Dichter Qualm legte sich über das leerstehende Hofgebäude des Unternehmens Carstengerdes an der Straße Am Jadebusen 22. Feuerschein war durch die Fenster des Wohnhauses zu sehen. Um 19.11 Uhr meldete die Leitstelle am Montagabend einen Gebäudebrand in Petersgroden. Alarmiert wurden die Ortsfeuerwehren Grabstede und Bockhorn.

Bereits nach zwölf Minuten traf das erste Fahrzeug am Einsatzort auf dem landwirtschaftlichen Grundstück ein. Das Szenario, das Ortsbrandmeister Stefan Bieling, Sicherheitsbeauftragter Dieter Falkenthal und Oberlöschmeister Sönke Imken ausgearbeitet hatten, stellte die Wehren vor eine Herausforderung. Ein junger Mann rannte dem Feuerwehrfahrzeug entgegen und rief um Hilfe. Weitere Personen standen im Fenster des Gebäudes. Sie waren vom Feuer eingeschlossen.

Für Maximilian Selke war es der erste Einsatz als Statist einer Feuerwehrübung. Er ist Mitglied der Jugendfeuerwehr Zetel. Gemeinsam mit elf weiteren Einsatzkräften der Feuerwehr Zetel unterstützte er die Bockhorner Kollegen. Sie alle mimten vermisste Personen. Fünf von ihnen hielten sich im Obergeschoss auf, sieben im Erdgeschoss.

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„Der Schwerpunkt dieser Übung liegt im Atemschutz und der Suche nach Vermissten“, sagte Ortsbrandmeister Stefan Bieling. Angenommen wurde ein Brand, der während Sanierungsarbeiten aus ungeklärter Ursache im Wohntrakt ausgebrochen war und die dort arbeitenden Handwerker überrascht hatte.

Unter schwerem Atemschutz verschafften sich insgesamt vier Trupps Zugang zum Inneren des Gebäudes. Drei Nebelmaschinen und mehrere Fackeln erschwerten den Feuerwehrleuten die Sicht im Haus. Raum für Raum suchten sie nach den vermissten Handwerkern ab.

Auch eine Wärmebildkamera kam zum Einsatz. Während sich ein Teil der Feuerwehrleute durch den rückwärtigen Bereich ins Haus vorkämpfte, befreiten weitere Einsatzkräfte die Personen mittels einer Leiter über ein Fenster auf der Vorderseite. Mehr als 50 Einsatzkräfte waren eingebunden. Alle zwölf Vermissten konnten schließlich gerettet werden.

Als um 20 Uhr die Übung beendet war, zeigten sich Einsatzleiter Holger Reuter und Stefan Bieling zufrieden mit dem Verlauf und dem Zusammenspiel aller Einsatzkräfte. „Es hat alles sehr gut geklappt“, lobte Bieling. Angesichts der relativ weiten Entfernung zum Einsatzort seien die Fahrzeuge schnell eingetroffen.


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Melanie Jepsen Varel / Redaktion Friesland
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