Zetel Von einfachen Bauch- und Kopfschmerzen über das Verbinden von Wunden bis zur richtigen Versorgung von ohnmächtigen Personen: Wenn an der IGS Friesland-Süd in Zetel Schüler Hilfe brauchen, sind die Schulsanitäter zur Stelle.

„Insgesamt haben wir 40 Schulsanitäter, von denen zehn neu dazugekommen sind und jetzt ihre Ausbildung in Erster Hilfe erfolgreich abschließen“, sagt Claudia Bruns. Die Biologielehrerin unterstützt und begleitet den Schulsanitätsdienst seit neun Jahren.

Einen Erste-Hilfe-Kurs gab es an der Schule bereits drei Jahre zuvor. Damals wurde er als AG angeboten, sei aber nicht sehr beliebt gewesen. Grund für das geringe Interesse sei die fehlende Aufgabe gewesen. Jetzt, wo die Schüler ihr Erlerntes auch aktiv in den Pausen und auf Schulveranstaltungen anwenden können, sei es „der Renner“, wie Claudie Bruns sagt. „Wir haben mehr Anmeldungen als freie Plätze.“

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Der schlimmste Unfall

Ihren Dienst als Schulsanitäter verrichten die 10- bis 15-Jährigen hauptsächlich während der Pausen. „Wir sitzen zu dritt oder viert in unserem Sanitätsraum und warten, dass jemand kommt“, sagt Keno Borreck. „Ab und zu laufen sie auch über den Schulhof, um zu gucken“, fügt Claudia Bruns hinzu.

Im Sanitätsraum, der nah am Lehrerzimmer liegt, finden die jungen Sanitäter alles, was sie brauchen: „Wir haben hier Verbände, Pflaster, eine Liege und Erste-Hilfe-Sets“, sagt Emre Demirhan.

Damit die Fünft- bis Achtklässler auf jede Situation gut vorbereitet sind, müssen sie die Erste-Hilfe-Ausbildung mit 12 Unterrichtseinheiten absolvieren. Ausgebildet werden die Jugendlichen seit Jahren von Carina Badberg vom Deutschen Roten Kreuz Varel. „Dort machen wir Übungen zu allem, was wir wissen und können müssen“, sagt Majbrit Wilgeroth. „Außerdem treffen wir uns regelmäßig und machen Nachschulungen.“

Das Ziel des Schulsanitätsdienstes ist es unter anderem, die Erste-Hilfe-Versorgung an der IGS Friesland-Süd zu ergänzen und sicherzustellen. „Die Schüler sind vollkommen selbstständig, kein Lehrer ist dabei“, so Claudia Bruns. Das sei auch eine sehr große Entlastung für die Lehrer, da früher immer wieder Schüler in das Lehrerzimmer kamen, um ein Pflaster oder ähnliches zu holen. „Nur wenn wirklich etwas ganz Schlimmes passiert, holen sie einen Erwachsenen oder rufen einen Sanitäter. Dass wissen sie auch“, sagt Claudia Bruns.

Das Schlimmste, woran sich Emre Demirhan erinnert, war ein Unfall, bei dem einem Jungen die Kniescheibe rausgesprungen ist: „Da haben wir den Sanitätern geholfen, indem wir eine Decke hochgehalten haben, als Sichtschutz, und uns darum gekümmert haben, dass die Schüler genügend Abstand einhalten.“

Eine gute Vorbereitung

Warum die 40 Jungen und Mädchen die Ausbildung zum Schulsanitäter gemacht haben, und für ihren Dienst die Pausen opfern, können sie einfach und knapp erklären: „Wir können Menschen helfen“, so Keno Borreck. „Und wenn etwas passiert, auch auf der Straße, wissen wir, was zu tun ist“, fügt Arjen Bittner hinzu.

Claudia Bruns ist von ihren Sanitätern und der Arbeit, die sie leisten, beeindruckt. „Wenn etwas passiert, sind sie zum Teil ruhiger als die Lehrer“, und auch Carina Badberg ist mit ihren Auszubildenden sehr zufrieden: „Sie zeigen ein großes Interesse und sind sehr konzentriert.“

Für Alexa Plötze ist es nicht nur ein Dienst, den sie während ihrer Schulzeit ausüben möchte. Denn sie will später Rettungssanitäterin werden, „und dafür ist das eine sehr gute Vorbereitung“, sagt Alexa Plötze.

Soeke Heykes Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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