VAREL /JEVER VAREL/JEVER/BRW - Die Zahl der Ratsuchenden bei der Suchtberatung und -behandlung Friesland ist im Jahr 2004 um 17 Prozent angestiegen. 391 Erwachsene und Jugendliche suchten die Beratugsstellen in Jever und Varel auf, berichteten gestern Thomas Ahlrichs und Dorothee Breger bei der Vorlage des Jahresberichts der Einrichtung.

Die Steigerung sei leider gegenläufig zu der Personalentwicklung in der Beratungseinrichtung, bedauerte Leiter Thomas Ahlrichs die Streichung von 4,5 auf 2,25 Personalfachstellen. Bei den Ratsuchenden sei eine Steigerung bei Cannabis- und Alkoholkonsumenten zu beobachten, sagten Dorothee Breger und Thomas Ahlrichs. „Cannabis ist gesellschaftfähig geworden, zumindest in der Altersgruppe der 15- bis 25-Jährigen“, sagte Ahlrichs: „Das macht uns Sorgen.“ Es gelte bei Jugendlichen immer noch die Ausrede: „Cannabis ist viel weniger gefährlich als Alkohol.“ Das sei aber nicht richtig. Gerade in der Pubertät könne Cannabis neurologische Auswirkungen haben. Und Cannabis sei auch Auslöser von psychischen Krankheiten. Wegen des – gegenüber früheren Jahren – erheblich höheren Wirkstoffgehalts (THC) sei Cannabis auch keine zu verharmlosende Droge. Immerhin 50 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 25 Jahren hätten Drogenerfahrungen mit Cannabis. 30 Prozent konsumierten

regelmäßig Cannabis. Die Suchtberatung plane daher eine stationäre Einrichtung zur Therapie für Jugendliche von 14 bis 18 Jahren in der Region (Friesland/Wesermarsch). Die Finanzierung und Trägerschaft sei aber noch nicht geklärt, so Ahlrichs. 30 der Ratsuchenden waren im Jahr 2004 übrigens Jugendliche, davon vier unter 15 Jahren.

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In diesem Zusammenhang beklagten die Suchtberater die sinkende Nachfrage der Schulen nach Präventionsprojekten oder -vorträgen. „Wir fahren auch in die Schulen, wir sind flexibel“, betonte Dorothee Breger.

Mehr Infos auch unter www.bzga.de

Beratung in 2004

Zahl der Klienten: 391

Herkunft: 123 aus Varel, 77 aus Jever, 44 aus Schortens, 34 aus Zetel

Suchtausrichtung: Alkohol 179; Cannabis 94, Heroin 39

Beratung: Krisenintervention 60; Einzeltherapie 69; Gruppentherapie 34

Vermittlung: Im Entzug 24; in stationärer Therapie 38; in ambulanter Entwöhnung 33; Entwöhnung im Verbund 48.

Kontakt: Tel. 04451/96420 oder 04461/913650.

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