Wangerooge Drei Tage lang hat das Nationalpark-Haus Rosenhaus auf Wangerooge 30. Geburtstag gefeiert – und zwar mit knapp 2000 Gästen: Mit einer Feststunde im Kursaal mit geladenen Gästen leitete Nationalpark-Haus-Leiterin Silke Schmidt mit einem Rückblick und großer Geburtstagstorte die Feierlichkeiten ein. Landes-Umwelt-Staatssekretär Frank Doods, Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung Wattenmeer, Wangerooges Bürgermeister Marcel Fangohr, der Vorsitzende des Nabu Niedersachsen Nick Büscher und der Mellumrat kamen zum Gratulieren.

Protest auf der Insel

Nationalparkverwaltung, Deutscher Bund für Vogelschutz (DBV), aus dem später der Nabu hervorging, die Gemeinde Wangerooge und der Mellumrat hatten das Nationalpark-Haus gegründet und am 14. Juli 1989 eingeweiht. Sie hatten auch den Umbau des Rosenhauses mitfinanziert. Die Eröffnung war damals begleitet von Protesten: Längst nicht alle Wangerooger waren mit der Entwicklung einverstanden: Sie fühlten sich gegängelt von der Nationalparkverordnung und waren mit der Ansiedlung des Nationalpark-Hauses im Rosenhaus nicht einverstanden.

Der Grund: Zuvor waren im Rosenhaus Jugendräume untergebracht. So stand auf einem Banner „Die Natur hat ihr Haus, die Jugend muss raus“. Bezweifelt wurde damals zudem der Sinn eines Nationalpark-Hauses.

Doch schnell drehte sich das Blatt: Allein 1989 verzeichnete das neue Nationalpark-Haus 7500 Besucher – bis zu 900 pro Woche. 2018 zählte das Nationalpark-Haus „Rosenhaus“ 43 593 Besucher, davon 23 671 Erwachsene und 19 922 Kinder.

Seit 17 Jahren leitet Silke Schmidt die Einrichtung. „Umweltbildung ist heute wichtiger als je zuvor“, sagt sie: „Wir werden uns mit kommenden Generationen intensiv etwa mit Klimawandel und Artensterben auseinandersetzen müssen. Dafür müssen junge Menschen ein solides Grundverständnis und Wissen darüber erlangen.“

Ungefähr die Hälfte der Besucher des Nationalpark-Hauses sind Schüler. „Wir lehren die Kinder die Schönheiten und Besonderheiten des Wattenmeeres und der Insel Wangerooge zu sehen – über die Augen, die Nase und die Hände zuerst ins Herz und dann in den Kopf. Das ist die Grundlage für Umwelt- und Naturschutz“, so Schmidt.

Die Besucher standen dann auch im Mittelpunkt beim großen Sommerfest des Nationalpark-Hauses am Samstag: Mehr als 1800 Gäste genossen bei bestem Wetter die Angebote. Besonderen Anklang fand neben dem Batiken der T-Shirts und dem Basteln von Ansichtskarten die Rallye. Sie stand in diesem Jahr ganz im Zeichen des 30. Geburtstags. Zusammen mit Rosa Ringelgans organisierten Groß und Klein das gesamte Fest. Eingeladen wurden ihre Freunde aus dem Nationalpark Wattenmeer. Ihnen wurde die Insel gezeigt und es wurde Spannendes über die Wattenmeer-Freunde gelernt.

Ehemalige zu Besuch

Bei der Tombola gab es auch dieses Jahr wieder tolle Preise zu gewinnen, die vom Einzelhandel, den Gastronomen und den Hotels der Insel gesponsert wurden.

Das Musikprogramm von Christian Pradel, Johannes Feick, den SchippRatz und der Jansen Band begeisterte Jung und Alt. Bis in die späten Abendstunden bildeten die Musiker einen schönen Abschluss der Festtage. Ein weiteres Highlight war das Stockbrot am Lagerfeuer.

Das Nationalpark-Haus Team bedankt sich bei allen Besuchern und vielen fleißigen Helferhänden. Darunter befanden sich viele ehemalige Mitarbeiter des Rosenhauses, die für ein rundum gelungenes Fest sorgten.

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