Varel Je weniger Schüler in einer Klasse sitzen, desto besser kann sich der Lehrer um jeden einzelnen kümmern und umso besser lernen die Kinder. Das klingt nicht nur nachvollziehbar, sondern es gibt auch Studien, die darauf hinweisen, dass kleinere Gruppen eher zum Lernerfolg führen, als große. Menschenmüll und die Linke haben im Kreisschulausschuss daher beantragt, eine Resolution an das Land Niedersachsen zu stellen, in der gefordert wird, den so genannten Klassenteiler herunter zu setzen.

Der Klassenteiler gibt vor, ab welcher Schülerzahl aus einer Schulklasse zwei gemacht werden müssen. Setzt man den Klassenteiler herunter, würde das auch kleinere Klassen nach sich ziehen. „Der demografische Wandel bietet eine Chance, die bisher aber kaum genutzt wird“, erklärte Menschenmüller Iko Chmielewski in der Sitzung am Donnerstagnachmittag. Es gebe immer weniger Schüler, die Klassengrößen aber blieben gleich. In Niedersachsen liegt der Klassenteiler für Grundschulen bei 26, an Oberschulen bei 28 und an Gymnasien bei 30 Schülern.

Der Antrag stieß aber auf ein geteiltes Echo. Als „zu kurz gedacht“ bezeichnete Melanie Sudholz (CDU) den Antrag. In der Folge eines kleineren Klassenteilers müsse der Landkreis schließlich auch mehr Lehrer einstellen und neue Räume schaffen.

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Auch die Verwaltung empfahl in ihrer Beschlussvorlage, den Antrag abzulehnen und argumentierte damit, dass in den meisten Klassen im Landkreis die Zahl der Schüler deutlich unter dem Klassenteiler liege. In anderen Bundesländern liegen die Klassenteiler teils etwas höher und teils etwas niedriger als in Niedersachsen. Laut Kreisverwaltung fehle es zudem an „validen Daten“, die darlegten, dass kleine Gruppen wirklich zu einem besseren Lernerfolg führen.

Chmielewski konnte die Kritik an dem Antrag nicht nachvollziehen. Letzten Endes ginge es darum, dem Land „Zunder zu machen“, damit sich dort etwas bewege. In die Resolution könne man auch weitere Forderungen an die Bildungspolitik des Landes aufnehmen.

Zu einem Beschluss über die Resolution kam es in der Sitzung nicht. Der Antrag ging in die einzelnen Fraktionen, wo er weiter beraten werden soll.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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