Varel /Friesische Wehde „Habt Respekt vor Natur und Kreatur, ihr entscheidet über Leben und Tod“: Diese wichtige Lektion gab Frieslands Kreisjägermeister Henning Freiherr von Schele jetzt neuen Jägern mit auf den Weg. Am Wochenende legten 30 Teilnehmer mit der mündlich-praktischen Prüfung den letzten Teil ihrer Jägerprüfung ab. Andree Falkenhof von der Jagdbehörde des Landkreises brachte die Zeugnisse vorbei. Diese staatliche Prüfung berechtigt zum Erwerb eines Jagdscheins.

Die Praxisausbildung „Jagdliches Schießen“ fand bereits im November statt. Danach mussten die Jungjäger Theorie büffeln, um sich auf die schriftliche und mündliche Prüfung vorzubereiten. Fünf Fachgebiete wurden abgefragt: „Dem Jagdrecht unterliegende und andere freilebende Tiere“, „Jagdwaffen und Fanggeräte“, „Naturschutz, Hege und Jagdbetrieb“, „Behandlung erlegten Wildes, Wildkrankheiten, Jagdhundewesen, jagdliches Brauchtum“ sowie „Jagdrecht und verwandtes Recht“. Diese umfassende Ausbildung ist wichtig, denn: „Es gibt keine andere Bevölkerungsgruppe, die so freizügig mit Waffen umgehen darf“, so von Schele. Ausbildungsleiter Irp Memmen berichtete von 60 Theorieabenden, der Waffenausbildung und zehn Waldbegehungen mit praktischen Übungen im Jagdrevier, die unter besonderen Corona-Bedingungen stattfanden, wodurch sich die Prüfungen um fast zwei Monate verschoben.

Die Jägerlehrgänge finden im Landkreis alle zwei Jahre statt. Die Zeugnisübergabe findet eigentlich im Neuenburger Schloss mit feierlichen Rahmen und Jagdhornbläsermusik statt und wurde nun coronabedingt mitten aufs Feld verlegt. Nach 33 Jahren wurde außerdem der frühere Kreisjägermeister Peter Wienke aus der Prüfungskommission verabschiedet.

Im Landkreis gibt es jetzt rund 800 Inhaber eines Jagdscheins. „Das ist ein schönes Hobby, ich bin viel in der Natur und freue mich natürlich auf das Fleisch“, erzählte Neujäger Henning Haake aus Sande. „Das ist mehr Beobachtung als alles andere. Wir schauen nach dem Tierbestand und dessen Nachwuchs“, meinte Hendrik Bockberger aus dem Wangerland, und hinzu kämen noch Hege und Pflege des Waldes und das Reparieren der Hochsitze. Von Kindheit an ist Thalke Lauts aus dem Wangerland mit der Jagd verbunden. „Großeltern und Eltern sind Jäger, und nun bin auch ich Jägerin“, freut sie sich.

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