Varel Ausbilden, weiterbilden oder einfach nach einem neuen Job umschauen – bei der Aus- und Weiterbildungsmesse in der Sporthalle und im Hauptgebäude der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Varel konnten die Besucher sich bei 40 Betrieben nach Jobmöglichkeiten erkundigen. Eingeladen hatten dazu die Wirtschaftsförderung Varel und die BBS. Während der Vormittag den Schülern vorbehalten war, kamen am Nachmittag hauptsächlich Eltern mit ihren Kindern zur Messe.

Was wurde dort geboten? Unter den Ausstellern waren natürlich vor allem die Arbeitgeber aus der Region. Beispielsweise Bahlsen. An deren Stand ging es zur Überraschung einiger Besucher nicht um Kekse, sondern um Technik. Denn damit das Gebäck beim Kunden auf dem Tisch landet, ist jede Menge Technik nötig. „Und wo viel Technik ist, kann auch viel kaputt gehen“, sagt Rainer Zimbal, Ausbilder für die angehenden Industriemechaniker bei Bahlsen. Deshalb werden die Maschinen dort in drei Schichten von den Mitarbeitern gewartet, instand gehalten und repariert, damit die Keksproduktion möglichst reibungslos läuft. Schnelligkeit und Sauberkeit sind da gefragt. Schließlich darf im fertigen Produkt kein Dreck landen.

Um Pflegeberufe ging es unter anderem im Hauptgebäude der Schule. Hier stellte die BBS die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten vor – von der Pflegeassistenz, über den Beruf des Altenpflegers bis hin zur einjährigen Berufsfachschule Hauswirtschaft und Pflege. Demonstriert wurde unter anderem ein Lifter, mit dem gebrechliche Menschen beispielsweise vom Bett in den Rollstuhl gehoben werden können.

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Die Besucher konnten außerdem einen Alterssimulationsanzug anprobieren. Einen Job in der Pflege zu finden sei eine relativ sichere Sache, sagt BBS-Lehrerin Mechthild Tameling: „Mit einer solchen Ausbildung ist man auf dem Arbeitsmarkt sehr begehrt.“

Eine klare Aufgabe hatten auch die Hauswirtschafter der BBS: Sie versorgten die Aussteller auf dem Aus- und Weiterbildungsmarkt mit reichlich belegten Brötchen und Kaffee.

Richtig anpacken konnte man auch am Stand der Handwerkskammer. Maurer-Azubi Henning Roschke nahm dort Kelle und Ziegelstein in die Hand und zeigte, wie man eine Mauer baut. Auch im Handwerk würden derzeit viele Mitarbeiter gesucht. Daher sollten auch Frauen nicht davor zurückschrecken, einen Handwerksberuf zu erlernen. Was das Handwerk reizvoll macht? „Man ist viel an der frischen Luft und man sieht am Ende, was man mit den eigenen Händen erschaffen hat. Es ist schön, wenn man irgendwo vorbeifährt, wo man selbst mitgearbeitet hat, und sieht, dass da jetzt Leute drin wohnen“, sagt der 16-Jährige.

Ausgesprochen zufrieden mit dem Verlauf der Ausbildungsmesse war BBS-Leiter Ralf Thiele. „Wir hatten hier eine ganz entspannte und angenehme Atmosphäre“, sagte er am Nachmittag. Auch von den Ausstellern habe er sehr positive Resonanz erfahren. Die Besucher des Aus- und Weiterbildungsmarktes wären nicht einfach nur durchgegangen, sondern hätten sich auch ernsthaft für beruflichen Möglichkeiten interessiert. „Meiner Meinung nach geht es bei solchen Veranstaltungen auch immer darum, Dinge kennen zu lernen, von denen man vorher noch nichts wusste“, so Thiele.


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Christopher Hanraets Redakteur / Redaktion Varel
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