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UPJEVER „Die Bildung unserer Kinder ist die Zukunft unseres Landes. In nur wenigen Jahren halten sie die Geschicke Afghanistans in ihren Händen.“ Das waren eindrucksvolle Worte von Barat Ali, dem Schuldirektor von Aliabad, einem der Dörfer im Norden Afghanistans, das von den Soldaten des auf dem Fliegerhorst Upjever stationierten Objektschutzregimentes der Luftwaffe „Friesland“ betreut wird.

Während einer Patrouille besuchten kürzlich der Kommandeur der Objektschutzgruppe Einsatzgeschwader Mazar-e Sharif, Major Dietmar Geib, sowie der für Aliabad eingesetzte Dorffeldwebel, Hauptfeldwebel David Becker, die örtliche Schule, die mit fast 900 Schülern zu den größeren der Region zählt.

Seit 2007 leisten die Soldaten aus Upjever immer fortwährend im Rahmen kleinerer Projekte Unterstützung, zum Beispiel bei der Beschaffung von Schultafeln oder Schreibutensilien.

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Während Major Geib mit eigens aus Deutschland beschaffter Tafelfarbe, Spachtel und Spachtelmasse eine in die Wand eingelassene und als Tafel dienende Steinfläche wieder herrichtete, verteilte der in Schortens lebende David Becker 20 aus Spendenmitteln beschaffte Rucksäcke an die Klassenbesten eines jeden Jahrgangs. „Das sind die Momente, in denen man für den harten und fordernden Dienst so fern der Heimat entschädigt wird“, erklärte er während der Übergabe.

Aber bis die Schule im Ganzen mit dem Notwendigsten ausgerüstet ist, wird noch einige Zeit vergehen. So können bei weitem nicht alle Klassen in dem Schulgebäude unterrichtet werden. Zelte, teilweise von Sandstürmen zerrissen, dienen als Klassenräume und zwei Klassen werden gar bei Temperaturen jenseits der 40 Grad Celsius im Schatten, lediglich auf einem alten Teppich sitzend unter freiem Himmel unterrichtet.

Von der Schulsituation vor Ort, aber auch von dem harten Alltag seiner Soldaten konnte sich auch der Kommandeur des Objektschutzregiments der Luftwaffe, Oberst Karl-Heinz Kubiak, persönlich während eines Truppenbesuchs in Afghanistan überzeugen.

Und er hatte noch eine Überraschung im Gepäck. Auf Kubiaks Initiative hin und unterstützt vom Rotary-Club Jever-Jeverland mit einer großzügigen Spende sowie weiteren privaten und öffentlichen Spenden aus dem Umfeld des Fliegerhorsts Upjever und dem Verein „Lachen Helfen“, werden in der Region Schulmöbel für eine weitere, kleine Schule mit rund 300 Kindern in Sultan Ali Babe Sher hergestellt. Die gesamten Klassenräume der Schule werden mit Sitz- und Tischgarnituren ausgestattet – ein weiterer Schritt nach vorne für das sonst sehr arme Dorf am Fuße des Marmalgebirges ohne fließend Wasser oder Strom.

Bei der Übergabe einer bereits exemplarisch fertig gestellten Schulbankgarnitur erklärte Oberst Kubiak gegenüber dem Imam, dem geistlichen Oberhaupt, dem Malik, einer Person mit hohem Ansehen im Dorf, und dem Schuldirektor: „Die Sicherheit kann nur wachsen, wenn Bildung wächst, denn schließlich ist Bildung eine der mächtigsten Waffen gegen Gewalt und Unterdrückung.“ Weiterhin brachte Kubiak seine Hoffnung auf langfristigen Frieden und Freiheit für das afghanische Volk zum Ausdruck.

Die Delegation war von der Anteilnahme und der Hilfsbereitschaft der Bürger aus Friesland sichtlich beeindruckt und ließ durch den Dolmetscher übersetzten: „Eine kleine Flamme braucht sehr lange, um viel Wasser zu erwärmen. Wir brauchen Geduld und müssen Acht geben, dass Sie nicht erlischt.“

gab es nach Angaben der Bundeswehr in Afghanistan weniger als eine Millionen Schüler, Mädchen war unter dem Taliban-Regime der Zugang zur Bildung erboten. Es gab 20 000 ausschließlich männliche Lehrer und 3400 meist marode Schulgebäude.

gibt es fast sieben Millionen Schülerinnen und Schüler, 4500 Schulgebäude wurden gebaut, die Lehrerzahl hat sich um das Achtfache erhöht, 30 Prozent der Lehrkräfte sind weiblich.

fehlt aber vielen Afghanen immer noch die Möglichkeit zur Schulbildung. Nur 50 Prozent der Männer und 20 Prozent der Frauen können lesen und schreiben. 60 Prozent der Bevölkerung sind derzeit jünger als 20 Jahre. Noch immer gehen wesentlich weniger Mädchen als Jungen zur Schule.

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