Schortens Der Ausbau von Grundschule und Kindergarten Glarum zum Bildungsstandort Glarum ist beschlossene Sache: Der Rat stimmte am Donnerstag den Plänen zu, die bis 2020 die Erweiterung und Modernisierung von Grundschule und Kindergarten, den Neubau einer Krippe und den Neubau einer Turnhalle vorsehen. Insgesamt sind dafür 3,5 Millionen Euro eingeplant.

Auftakt ist in diesem Jahr mit dem Erweiterungsbau der Grundschule um vier Klassenräume inklusive Umbau im Bestand. Schon in einem Jahr mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres 2017/18 soll dieser Teil fertig sein.

Für einen Schlagabtausch über mehr als eine Stunde sorgte im Rat hingegen Zuschnitt und Ausstattung der neuen Turnhalle: Etliche Mitglieder des TuS Glarum waren zur Ratssitzung erschienen, um für die größere Lösung zu werben, die einen integrierten Sozial- beziehungsweise Gruppenraum vorsieht. Auch zur Anzahl der erforderlichen Umkleiden und Größe der Geräteräume gab es Redebedarf. Es ging immerhin um mögliche Mehrkosten für die Halle um bis zu 270 000 Euro.

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Lösung 50 Meter entfernt

Aber: Nur 50 Meter über den Schulhof soll die ehemalige Hausmeisterwohnung (40 Quadratmeter, Küche inklusive) als Gruppen- und Sozialraum hergerichtet werden, in dem sich der TuS Glarum und seine Gäste vor oder nach einer Sportveranstaltung treffen könnten und in dem Workshops und Schulungen stattfinden oder sich Schiedsrichter beratschlagen könnten. Die SPD/FDP-Gruppe und Teile der Wählergruppen UWG und WFF sahen das als bessere Lösung, die letztlich auch beschlossen wurde.

Der zweite Vorsitzende des TuS Glarum, Clemens Krips, sprach zuvor von einem „Bildungs- und Bewegungsstandort Glarum“. Der Verein, mit 800 Mitgliedern der drittgrößte der Stadt, bewege Schortens. Nicht nur Glarum, Accum und Grafschaft, sondern auch Heidmühle und Sillenstede. Er bat darum, die Halle zukunftssicher zu konzipieren. Der Verein brauche für neue Sportgeräte und Angebote einfach mehr Platz. Auch Turnabteilungsleiter Reinhard Milter bat darum, über den Rand einer Grundschulturnhalle hinauszudenken. Der Verein sei Hauptnutzer der alten wie auch der neuen Halle.

Das sieht auch die CDU so, die die Anregungen des TuS unterstützte: „Wenn wir schon soviel Geld in die Hand nehmen, sollten wir nicht die allerkleinste Lösung bauen, die in ein paar Jahren wieder obsolet ist“, sagte Axel Homfeldt. Er kritisierte, dass man es bis heute nicht hinbekommen habe, einen Sportstättenentwicklungsplan aufzustellen, in dem die Notwendigkeiten auch für alle anderen noch zu sanierenden Turnhallen benannt sind. Melanie Sudholz nannte es „beschämend, dass sich der TuS Glarum so klein machen und einem Sozialraum hinterherbetteln müsse. Der TuS könne nichts dafür, dass sich über die Jahre solch ein Sanierungsbedarf aufgestaut habe.

An alle Vereine denken

Für die SPD erklärte Detlef Kasig, dass man Politik mit Augenmaß machen wolle und die geplante teilbare Einfeldturnhalle deutlich mehr Platz und Möglichkeiten biete als die alte Sporthalle. Ein Sozialraum werde ja auch geschaffen, nur eben nicht in der Halle, sondern gleich nebenan bei der Schule. Auch Peter Eggerichs und Udo Borkenstein warben um Verständnis für diese Entscheidung: Bürgermeister Gerhard Böhling erklärte, dass die Stadt auch an die anderen Sportvereine denken müsse.

Dass Glarum nur ein kleiner Ortsteil und nicht die Innenstadt ist, daran erinnerte Martina Esser (Grüne): Daher sei ein Sozialraum für den Ort auch eine Begegnungsstätte.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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