Zetel Es ist 14.15 Uhr. Mit einem kräftigen „Moin“ begrüßen sich die Mädchen und Jungen der Plattdeutsch-AG an der Grundschule Zetel. Einmal wöchentlich bringt ihnen der pensionierte Lehrer Hans Bitter die plattdeutsche Sprache näher. Er selbst sei mit Plattdeutsch aufgewachsen, erzählt Hans Bitter. „Während der Schulstunden durften wir nur Hochdeutsch sprechen.“ Heute würden meist nur noch die Großeltern „Platt snacken“, sagt er.

„Mien lüttje Lateern, ik hebb di so geern. Du danzt dör de Straten, du kannst dat nich laten“, liest Zoe (7) vor. Passend zur Jahreszeit steht an diesem Nachmittag das Laternen-Gedicht „Mien lüttje Lateern“ auf dem Stundenplan. Abwechselnd tragen die Kinder die Strophen vor. „Plattdeutsch ähnelt der deutschen Sprache und ist leicht zu lernen“, meint Jule (7). „Mein Opa spricht auch Plattdeutsch.“ Sie erhofft sich, durch die Nachmittags-AG künftig auch mit ihrem Großvater auf Platt sprechen zu können.

„Jedes Halbjahr gibt es die AG“, sagt Hans Bitter. Das freiwillige Angebot richtet sich an Kinder des dritten und vierten Schuljahres. „Mein Anliegen ist es, dass die Kinder möglichst viel davon verstehen. Wichtig ist, dass sie ein Verständnis für die Sprache bekommen“, sagt er.

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Auf spielerische Weise lernen die Mädchen und Jungen Schritt für Schritt Zahlen und Begriffe. Sie befassen sich mit Liedern, Rätseln, kurzen Gedichten und interessanten Geschichten. Eigens für die Arbeitsgemeinschaft hat Hans Bitter das Kinderbuch „Lammert ist verliebt“ ins Plattdeutsche übersetzt – eine Liebes- und Mutmachgeschichte. Zwischen der englischen und der plattdeutschen Sprache gebe es bei einigen Wörtern viele Ähnlichkeiten, die Kinder manchmal verwechseln, erklärt der Zeteler. Allgemein seien plattdeutsche Sätze kürzer, als hochdeutsche.

Mit Begeisterung lernt auch Mark Plattdeutsch. Er besucht bereits seit einem Schuljahr das Nachmittagsangebot. Er erinnert sich noch genau an die ersten Ausdrücke , die er damals gelernt hat: „Maak de Döör dicht“ (auf Hochdeutsch: Mach die Tür zu). Ihm mache die Sprache sehr viel Spaß, meint der Neunjährige.

Anlässlich der „Plattdüütsch Week, die am 24. September startet, steht im Schulmuseum Bohlenbergerfeld am Donnerstag, 29. September, ab 16 Uhr alles ganz im Zeichen von Kindern mit ihren Eltern. Dann lädt die Gemeinde Zetel mit Hans Bitter zum plattdeutschen Nachmittag.

Melanie Jepsen Varel / Redaktion Friesland
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