Neuenburg „Früher hatte man mehr Möglichkeiten für eine optimale Patientenbetreuung“, so lautet das Fazit von Krankenschwestern, die seit 30 Jahren in ihrem Beruf arbeiten. Im Jahr 1987 hatten sie ihr Examen am Klinikum in Sanderbusch erfolgreich bestanden. Am Samstag kamen die Absolventen von einst zu einem Klassentreffen in Neuenburg zusammen.

Heute arbeiten sie in verschiedensten medizinischen Fachbereichen in ganz Norddeutschland. In Neuenburg tauschten sie sich über die jeweiligen Berufsbereiche, aber auch Privates aus. Einige sind bereits Oma, andere haben zum zweiten Mal geheiratet, aber alle arbeiten sehr gern in ihrem Beruf. Manche übernehmen oft Nachtschichten, weil sich das Familienleben dadurch leichter gestalten lässt. Andere sind deshalb nur Halbtags tätig.

In all den Jahren beobachteten sie den medizinischen Fortschritt: Die Patienten werden älter, die Pflegebedürftigkeit nimmt zu. Das werde von den Verantwortlichen indes nicht genug beachtet, kritisierten die Ehemaligen bei ihrem Treffen: „Wir produzieren ja nichts.“ Weil immer mehr dokumentiert werden müsse, bleibe weniger Zeit für die Patientenbetreuung. „Eine Schicht hat nunmal nur acht Stunden.“

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Seit 2001 gebe es eine steigende Privatisierung von Krankenhäuser. Rund 70 Prozent der Ausgaben einer Klinik seien Personalkosten. „Daran wird natürlich gespart und die viele Arbeit auf wenige verteilt.“ Im übrigen seien die Arzt-Serien im Fernsehen nicht realistisch, sie würden aber Patientenwünsche schüren: „Wir sind hier nicht in der Sachsenklinik, sage ich dann“, so eine Teilnehmerin.

Zwischen Kaffeetrinken und Abendbrot führte Elke Osterthun vom Heimatverein die Gruppe durch das Neuenburger Schloss. Detlef Osterthun bot zudem einen Rundgang über das Rauchkatengelände an.

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