Jever Ein kleiner Junge beobachtet eine Libellenlarve in einem Glas: „Boah, ist das eine coole Lebensform“, sagt der Vierjährige mit leuchtenden Augen und roten Wangen. So wie er reagieren viele Kinder, die an Angeboten der mobilen Umweltbildung „Mobilum“ in Friesland in Trägerschaft des Naturschutzbunds (Nabu) Niedersachsen teilnehmen.

„Wir wollen den Zugang zur Natur über das Herz erreichen“, erklärt Susanne Ekhoff, die gemeinsam mit Petra Walentowitz die mobile Umweltbildung vor fünf Jahren ins Leben rief. „Kinder sollen die Wunder der Natur selbst erleben können, abseits des Alltags, sie bekommen Freiraum zum spielerischen Erforschen der Natur“, sagt sie.

Inzwischen haben rund 5500 Schüler in den Landkreisen Friesland und Wittmund sowie in der Stadt Wilhelmshaven die Einzigartigkeit der Natur mithilfe der mobilen Umweltbildung erlebt, einige der Schüler waren auch am Freitag dabei. Denn „Mobilum“ feierte fünften Projekt-Geburtstag. „Es ist etwas besonderes, was hier entstanden ist“, lobte Schirmherr Prof. Dr. Michael Succow bei der Feierstunde. Michael Succow, Träger des Alternativen Nobelpreises, gilt als einer der renommiertesten Naturschützer Deutschlands.

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„Ihr wollt etwas geben, habt Eure sinnvolle Aufgabe selbst gestaltet, leistet einen Beitrag zum Gemeinwohl – das hat mich beeindruckt“, sagte er.

Das Konzept der mobilen Umweltbildung ist in der Region einzigartig: Petra Walentowitz und Susanne Ekhoff besuchen vor allem Grundschulen und Kindergärten. Mit den Kindern tauchen sie ein in die Natur vor der Haustür, es geht ums Anfassen, Riechen, Fühlen und Entdecken. „Wenn ich was in der Hand habe, dann fange ich an, Fragen zu stellen“, sagt Petra Walentowitz. „Dann ist der erste Forscherfunke geweckt.“

„Und so entsteht auf einmal ein Verhältnis zum Leben, es entsteht Liebe und daraus entsteht Verantwortung“, erklärt Succow. So seien die Kinder in der Lage, vernetzt zu denken und Zusammenhänge zu verstehen. „Sie lernen, dass wir alle die selbe Luft atmen und dass sie selbst Teil eines großen Ganzen sind“, sagt Petra Walentowitz.

Unterstützt wird die mobile Umweltbildung vom Landkreis Friesland, EWE, der Gertrud-und-Hellmut-Barthel-Stiftung sowie der Philipp-Orth-Stiftung, der Ja-Wir-Stiftung und der Stiftung Weser-Ems. Die mobile Umweltbildung ist erreichbar unter Tel. 0151/51 44 02 67 oder 0151/ 51 44 02 69 sowie per E-Mail an mobilum@friesland.de

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