Jever /Varel Die Förderschule „Lernen“ in Varel soll weiterbestehen – der Schulzweig „Lernen“ an der Friedrich-Schlosser-Schule in Jever dagegen auslaufen: Diese Entscheidung hat am Mittwoch der nicht-öffentliche Kreisausschuss gefällt. Der Landkreis Friesland wird nun einen entsprechenden Antrag an die Landesschulbehörde stellen.

Wie berichtet, erlaubt das Land nach einer Novelle des Schulgesetzes, Förderschulen „Lernen“ befristet weiterzuführen. Damit können bis zum Schuljahr 2022/23 Schüler in die 5. Klasse aufgenommen werden, die Förderschule kann somit bis 2027/28 weiterbestehen – wenn ein entsprechender Antrag gestellt wird. Stichdatum ist der 30. April.

Damit haben die Eltern der Pestalozzischule Varel den ersten Schritt zum Erhalt ihrer Schule geschafft: Sie hatten am Mittwoch vor der Ausschuss-Sitzung 700 Unterschriften zur Fortführung der Pestalozzischule an Landrat Sven Ambrosy überreicht.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Innerhalb eineinhalb Wochen hatten Nicole Rickels und Claudia Brinkmann, die Elternratsvorsitzende und die Elternvertreterin der Pestalozzi-Schule, sowie Unterstützer die Unterschriften gesammelt.

Um den Bedarf für einen Erhalt der Förderschulen zu ermitteln, hatte der Landkreis Friesland Eltern aufgerufen, ihre Kinder für die 5. Klasse an den Förderschulen in Varel und Jever anzumelden. Laut Anmeldung wünschen sich Eltern von 15 Kindern mit Förderbedarf im Bereich „Lernen“, dass ihre Kinder eine Förder- und keine Regelschule besuchen. Von den Anmeldungen entfallen sieben auf die Schlosser-Schule Jever und acht auf die Pestalozzischule Varel.

Stimmt die Landesschulbehörde zu, sollen diese 15 Kinder eine neue 5. Klasse in der Pestalozzischule Varel bilden – in Jever werden keine Fünftklässler mehr aufgenommen. 13 Anmeldungen von Fünftklässlern mit Förderbedarf „Lernen“ waren notwendig, um einen Antrag stellen zu können. Insgesamt gibt es in Friesland 44 Kinder mit Förderbedarf Lernen, die nach den Sommerferien in die 5. Klasse kommen. Die Eltern von 29 Förderkindern haben ihre Kinder in den Regelschulen angemeldet.

Vor dem Hintergrund der Debatte hatte der Schularbeitskreis der CDU mit Sprecherin Katharina Jensen die Friedrich-Schlosser-Schule in Jever besucht, um sich von Schulleiter Hans-Dieter Broek das Konzept erklären zu lassen. Für das Gelingen der Inklusion braucht es laut Broek kleinere Klassen und Unterricht in Zweier-Teams. Auch die Lehrerausbildung müsse stärker auf heterogene Klassenverbände ausgerichtet werden, sagte er.

In der jeverschen Förderschule werden im Förderschwerpunkt „Lernen“ maximal 16 Kinder und im Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“ maximal sieben Kinder pro Klasse unterrichtet. Aktuell hat die Schule 18 Klassen im Schulzweig „Geistige Entwicklung“ und 10 Klassen im Schulzweig „Lernen“.

Rahel Wolf Redakteurin / Redaktion Jever
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.